Do., 15.11.2018

Junge Union schließt sich Rücktrittsforderungen an Gugat fühlt sich missverstanden

Demonstration auf dem Jahnplatz.

Demonstration auf dem Jahnplatz. Foto: Heinz Stelte

Bielefeld (WB). Michael Gugat, Ratsmitglied und Geschäftsführer der Ratsgruppe Bürgernähe/Piraten, fühlt sich wegen seiner Äußerungen zur Polizeipräsenz bei der Neonazi-Demo am Samstag missverstanden und entschuldigt sich.

Gegen ihn gebe es den Vorwurf, er rufe zur Anarchie auf. Kritiker hätten auch Zweifel an seiner »demokratischen Grundhaltung« geäußert. So forderte am Mittwoch auch die Junge Union Gugat zum Rücktritt auf, weil er »die Gemeinschaft der Demokraten verlassen« habe.

Dazu stellt Gugat jetzt fest: »Diejenigen, deren Gefühle ich damit verletzt habe oder die sich dadurch verunsichert fühlen, bitte ich um Verzeihung.« Das Wort »Anarchie« sei im Zusammenhang seines Beitrages »schlicht blöd und unsinnig und vor allem unpassend und entspricht nicht dem, was meine Absicht war auszudrücken«. Er wolle ausdrücklich nicht zur Anarchie aufrufen.

Rechtsstaatlichkeit und Demokratie seien für ihn »die höchsten Güter unserer Gemeinschaft und Gesellschaft«. Er vertrete und verteidige sie seit Jahrzehnten aktiv. »Auch in Zukunft werde ich mich immer aktiv gegen antidemokratische Bestrebnungen und staatliche Willkür einsetzen.«

Gugat hatte am Wochenende via Twitter erklärt: »Ich bin dafür, dass wir beim nächsten Mal keine Kundgebungen anmelden, aber natürlich protestieren, sodass sich die Polizei sich mal mit Anarchie auseinandersetzen muss.«

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