Fr., 30.11.2018

Baustellen in Bielefeld bremsen Herford und Gütersloh aus – Probleme mit RRX-Zügen Vom Fernverkehr abgeschnitten

Bielefeld/Paderborn (WB/bex). Die Erneuerung dreier Bahnbrücken in Bielefeld schränkt seit Mitte Juni den Bahnverkehr in der gesamten Region erheblich ein. Zahlreiche Verbindungen sind gestrichen, Busse fahren als Ersatz.

Mit Beginn der zweiten Bauphase ab März 2019 kommt es voraussichtlich für Reisende nach und von Gütersloh und Herford richtig dicke : Beide Bahnhöfe sollen dann nicht mehr vom Fernverkehr (IC und, falls im Plan, auch ICE) angefahren werden. Das hat der stellvertretende Geschäftsführer des Verkehrsverbundes OWL (VVOWL), Kai Schulte, gestern bekannt gegeben. Wenn die Arbeiten in der zweiten Bauphase nach Plan verlaufen, wird die Einschränkung bis Oktober 2019, also ein gutes halbes Jahr, gelten. In der VVOWL-Verbandsversammlung stieß die Nachricht auf Unmut. »Wir haben auf die Fernverkehrsplanung im Zuge der Brückensanierung aber leider keinen Einfluss«, erklärte Schulte. Die Deutsche Bahn wollte sich gestern Abend dazu noch nicht äußern.

Gravierende Einschnitte

Aber auch im Regionalverkehr wird es gravierende Einschnitte geben: Der Porta-Express (RE 78) der Eurobahn wird von März bis Oktober kommenden Jahres zwischen Bielefeld und Herford ausfallen – abgesehen von einer Verbindung am Morgen. »Das tut schon richtig weh«, sagte Schulte.

Probleme bereitet offenbar auch der Start eines der wichtigsten Bahnprojekte in NRW: In wenigen Tagen, am 9. Dezember, soll die erste Linie des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) von Düsseldorf über Duisburg, Essen, Dortmund, Hamm und Paderborn nach Kassel (RE 11) den sogenannten Vorlaufbetrieb aufnehmen. Nur: Die neuen Züge vom Typ »Desiro HC« (Siemens) sind vom Eisenbahnbundesamt noch gar nicht zugelassen. »Wir wissen nicht, ob der RRX am 9. Dezember am Start ist oder nicht«, musste gestern Joachim Künzel eingestehen, Geschäftsführer des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL). »Wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor – so oder so.«

Fahrgäste müssen aber wohl nicht um eine Beförderung bangen: Eine Siemens-Sprecherin erklärte jetzt gegenüber der »Rheinischen Post«, selbst wenn die neuen Züge nicht zum geplanten Starttermin fahren könnten, gebe es für die Kunden keine Einschränkungen. Dann würden zunächst alte Fahrzeuge auf der Strecke eingesetzt.

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