Di., 04.12.2018

Pole Dance wird als Trendsport in Bielefeld immer beliebter – mit Video Fernab aller Klischees

Ein Anfänger-Kurs im Studio von Cami Truong (vorne).

Ein Anfänger-Kurs im Studio von Cami Truong (vorne). Foto: Mike-Dennis Müller

Von Mike-Dennis Müller

Bielefeld (WB). »Pole Dance ist für mich die perfekte Verbindung von Akrobatik, Ausdauer, Fitness, Sinnlichkeit, Beweglichkeit und Eleganz«, sagt Cami Truong. Sie ist ausgebildete Trainerin für den Trendsport und führt seit Sommer ihr eigenes Studio »Pole Sisters«.

Seitdem sie vor vier Jahren mit dem Sport begonnen hat, entfliehe sie dadurch nicht nur regelmäßig dem Alltagsstress. »Ich bin ein komplett anderer Mensch geworden«, erklärt sie und strahlt. Ihre Begeisterung steckt schnell an. Und auch ihre Schülerinnen teilen diese meist bald.

Eine von ihnen ist die 30-jährige Lebensmitteltechnikerin Anna-Katharina Dörr. Seit drei Monaten besucht sie das Studio an der Johanneswerkstraße. »Eine Freundin schlug mir damals vor, das einmal auszuprobieren«, erzählt sie. Das tat sie dann auch – und wurde positiv überrascht. »Natürlich weiß man am Anfang erst mal nicht, was man davon halten soll, an der Stange zu tanzen. Aber mit den üblichen Klischees hat der Sport einfach gar nichts zu tun«, weiß sie heute.

Pole Dance ist ein Ganzkörper-Workout

Die Trendsportart wird in Bielefeld immer beliebter. Derzeit gibt es drei Studios in der Stadt, die sich allein darauf spezialisiert haben. In ihrem gibt Cami Truong jede Woche gut besuchte Kurse. Zwischen 17 und 55 Jahre alt sind ihre Teilnehmerinnen. Auch einen einzelnen Mann unterrichtet sie. »Er tanzt eigentlich Breakdance, aber will unbedingt die anspruchsvollen akrobatischen Elemente des Pole Dance lernen.«

Ein Blick von oben in das Studio an der Johanneswerkstraße, in dem Cami Truong (Mitte) ihre Pole-Dance-Klassen – hier die für Anfänger – unterrichtet. Foto: Mike-Dennis Müller

Fest stehe schließlich, dass Pole Dance ein Ganzkörper-Workout ist. »Wir beanspruchen insbesondere die Schultern, den Brustbereich, die Rückenmuskulatur, die Bauch- und auch die Beinmuskeln«, erklärt Cami Truong. Besonders gut trainiert sein muss man aber nicht, um mit dem Trendsport zu beginnen: »In kürzester Zeit erzielt man große Erfolge, die Muskeln dafür baut man direkt beim Tanztraining auf.«

Das Wichtigste sei es, danach das nötige Durchhaltevermögen zu haben. »Wenn es ab einem gewissen Zeitpunkt an die schwierigeren Bewegungsabläufe geht, braucht man seine Zeit.« Für manche der so genannten Spins – also alle Bewegungen rund um die Stange – brauche man dann auch etwas mehr Kraft als am Anfang.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6233331?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F