Do., 06.12.2018

80-Jährigen nach Reizgasattacke zu Boden gestoßen und Geldbörse abgenommen Rentner am Hauptbahnhof ausgeraubt

Symbolfoto.

Symbolfoto. Foto: dpa

Bielefeld (WB/hz). Brutaler Raubüberfall an der für die Drogen- und Alkoholikerszene bekannten »Tüte« gegenüber dem Hauptbahnhof Bielefeld: Ein Krimineller hat einem 80-Jährigen Reizgas ins Gesicht gesprüht, den Senior zu Boden gestoßen und ihm die Geldbörse abgenommen. Die Polizei sucht Zeugen.

Wie Polizeisprecher Michael Kötter berichtete, erlitt das betagte Opfer vom Reizgas eine schwere Augenverletzung und wurde von einer Rettungswagenbesatzung in ein Krankenhaus gefahren. Dem Täter gelang die Flucht.

 

Nach Reizgas-Angriff ins Gesicht die Geldbörse geraubt

Der 80-jährige Bielefelder war am späten Mittwochabend gegen 22.10 Uhr an der Herbert-Hinnendahl-Straße in Höhe der unterirdischen Stadtbahnstation Hauptbahnhof (bekannt als »Tüte«) unterwegs. Ein Unbekannter kam auf ihn zu und fragte nach dem Weg. »Als der Senior antwortete, sprühte ihm der Mann mit Reizgas ins Gesicht, stieß ihn zu Boden und nahm ihm sein Portemonnaie ab«, fasst der Polizeisprecher den Tatablauf zusammen.

Der Räuber machte sich anschließend über eine Gasse in Richtung Feilenstraße davon, das vom Reizgas halb blinde Opfer blieb völlig hilflos auf der nassen Straße zurück. Bei der Flucht rannte der Kriminelle an einem Passanten (32) vorbei, der die Hilferufe des Rentners gehört hatte und zum 80-Jährigen eilte. Polizeisprecher Michael Kötter: »Dem Helfer war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bekannt, dass es sich um den Täter handelte und was genau passiert war.«

Räuber gelingt Flucht vor Ersthelfer und Polizei

Nachdem Polizei und Rettungsdienst alarmiert waren, nahm der couragierte Ersthelfer die Verfolgung des flüchtigen Straßenräubers auf. Die Suche des 32-jährigen Passanten blieb ebenso erfolglos wie die Fahndung der Polizei. Eine Rettungswagenbesatzung versorgte zunächst den verletzten Senior im Bahnhofsviertel und fuhr das Raubopfer dann ihn in ein Bielefelder Krankenhaus.

Nach Auskunft eines Zeugen soll der Räuber bereits vor Ausführung der Tat den 80-Jährigen auf der Herbert-Hinnendahl-Straße verfolgt haben. Polizeisprecher Kötter: »Dabei erschien dem Zeugen der Gang des Tatverdächtigen besonders auffällig. Daraus leitete er ab, dass der Räuber möglicherweise zuvor Alkohol oder Drogen zu sich genommen haben könnte.«

Die Beschreibung des Tatverdächtigen: Der Mann soll zwischen 30 und 35 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und südländischer Herkunft sein. Er trug zur Tatzeit eine schwarze Jacke mit Kapuze und einen schwarzen Rucksack.

Zeugenhinweise an das Kriminalkommissariat 14, Tel. 0521/5450.

 

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