Sa., 08.12.2018

Superintendent spricht über strategische Neuausrichtungen Mehr Geld in der Kasse

Mehr Geld in der Kasse dank der guten Konjunktur: Verwaltungsleiter Uwe Gießelmann (links) und Superintendent Christian Bald legten am Freitagabend dem »Kirchenparlament« den Haushaltsplan für das kommende Jahr 2019 vor.

Mehr Geld in der Kasse dank der guten Konjunktur: Verwaltungsleiter Uwe Gießelmann (links) und Superintendent Christian Bald legten am Freitagabend dem »Kirchenparlament« den Haushaltsplan für das kommende Jahr 2019 vor. Foto: B. Hörttrich

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Der Kirchenkreis Bielefeld kann im Haushaltsjahr 2019 500.000 Euro mehr ausgeben als noch 2018. Die Zuweisung aus Kirchensteuern beläuft sich auf 13,3 Millionen Euro.

Verwaltungsleiter Uwe Gießelmann stellte am Freitagabend der Kreissynode mit ihren 123 Mitgliedern den Haushalt vor. Er sagte, dank der höheren Zuweisungen könne man nicht nur die laufenden Kostensteigerungen auffangen, sondern habe auch noch Spielraum. So bekommen die Gemeinden des Kirchenkreises mit seinen 96.000 Mitgliedern 100.000 Euro mehr an Zuweisungen als noch im laufenden Jahr, nämlich 1,9 Millionen Euro. Wofür sie dieses Geld ausgeben, darüber bestimmten die Gemeinden selbst, so der neue Superintendent Christian Bald. Dazu gehörten etwa Aufwendungen für die Instandhaltung der Gebäude (Kirche, Gemeindehaus), Projekte und Personal wie Küster oder Kirchenmusiker.

Zum Kirchenkreis gehören 32 Kitas mit 2300 Plätzen – bei 28 ist der Kirchenkreis selbst Träger, bei vier die jeweilige Gemeinde. Der Trägeranteil für die Kitas steige ebenfalls um 125.000 Euro auf 1,1 Million Euro. Unabhängig vom Kirchensteueraufkommen finanziert würden die Investitionen in den Neubau der Kitas Stapelbrede und Brodhagen und ein Wohngebäude, ebenfalls an der Stapelbrede.

Gute Konjunktur sorgt für Mehreinnahmen

An Spenden und Kollekten in den Gemeinden eingegangen seien in diesem Jahr 2,3 Millionen Euro. Dieses Geld fließe genauso in den jeweiligen Gemeindehaushalt – meist sei projektbezogen etwa für neue Stühle wie in Lydia gesammelt worden – wie etwa Mieteinnahmen durch Konzerte in den Kirchen oder zum Beispiel durch die Vermietung des Altstädter Kirchplatzes an den Weihnachtsmarkt der Familie Schneider. Gießelmann betont, dass die Finanzentwicklung der Evangelischen Kirche abhängig sei von der guten Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt. Er gehe aber davon aus, dass 2021/2022 wahrscheinlich nicht mehr mit Steigerungen zu rechnen sei, zumal auch die Zahl der Gemeindemitglieder durch den demografischen Wandel zurück gehe.

Christian Bald sagt, dass im nächsten Jahr zwei Pfarrer in den Ruhestand gingen., dass das Jugendreferat nicht mehr mit einem Theologen, sondern einer pädagogischen Fachkraft besetzt werden würde. Bald: »Dieses Referat für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, so der künftige Name, steht für eine strategische Neuausrichtung des Handlungsfeldes.«

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