Fr., 14.12.2018

Kesselbrink-Spielplatz und Freiluft-Muckibude sind in Arbeit Zwei Plätze sind Stadt und Land viele Millionen wert

Der Rasen auf dem Kesselbrink ist abgetragen, das Fundament für das Großspielgerät gelegt und die Boulebahnen erkennbar.

Der Rasen auf dem Kesselbrink ist abgetragen, das Fundament für das Großspielgerät gelegt und die Boulebahnen erkennbar. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Für Boule-Spieler hält der Umweltbetrieb ein spezielles »Weihnachtsgeschenk« bereit: Noch vor dem Jahreswechsel sollen die beiden neuen Boule-Bahnen auf dem Kesselbrink bespielbar sein.

Der Platz wird zur Zeit überarbeitet, um, so der Umweltbetrieb, mit einem neuen Angebot andere Besuchergruppen anzuziehen: Familien mit Kindern, Menschen, die ihren Körper ertüchtigen wollen, und eben Boule-Spieler. Auch der benachbarte Neumarkt steht kurz vor der Fertigstellung.

Der Kesselbrink wurde 2012 neu eingeweiht – 12,4 Millionen Euro hatte der Umbau vom Busbahnhof samt Parkplatz in einen Platz mit »Grünem Würfel«, Bäumen, Rad- und Gehwegen, Rasenfläche und Skater-Anlage gekostet. Mehr und größere Müllbehälter und häufigere Reinigung sollten der Vermüllung Contra bieten.

Weil das Gelände des Spielplatzes an der Friedrich-Verleger-Straße dem Alten Friedhof zugeschlagen wurde, sollte schließlich auf dem Kesselbrink Ersatz geschaffen werden.

Kletternetz, Schaukeln, Rutschen, Pendelsitzen

Beschlossen wurden schließlich der Ersatz des Rasens durch ein Fundament, auf das eine Kunststoffschicht aufgetragen wird und laut Umweltbetrieb auch leichter zu reinigen sei als die Wiese. Obwohl der Rasen bereits einmal ausgetauscht, wollte der ohnehin nicht recht anwachsen.

Zur Zeit, so Michael Koch vom Umweltbetrieb, werde das Fundament für das Großspielgerät gegossen. Es ist eine Sonderanfertigung mit Kletternetz, Schaukeln, Rutschen und Pendelsitzen und bis zu 2,90 Meter hoch. Das Gerät werde je nach Wetter Ende Februar, Anfang März aufgestellt – mit einer Verspätung von mehr als einem Jahr. Ergänzt wird das Großspielgerät eben durch die zwei Boulebanen, jede 14 Meter lang und eine Calisthenics-Anlage – eine Art Muckibude unter freiem Himmel mit Reck und Barren.

Granulat und Boden seien abgefahren worden, der neue Bereich werde »im Frühjahr« eingeweiht. Kosten für die Nachbesserung: 895.000 Euro, 195.000 Euro davon zahlt die Stadt, der Löwenanteil sind Fördermittel. Ähnlich verhält es sich mit dem Neumarkt, nur wenige hundert Meter vom Kesselbrink entfernt. Das Areal zwischen Paulus-/Herforder- und Kavalleriestraße wird neu gepflastert, der Entwurf stammt, wie beim Kesselbrink, vom Berliner Büro Lützow 7.

Die Kosten von rund drei Millionen Euro übernimmt zu 80 Prozent das Land. Der Neumarkt wurde in vier Bauabschnitten gepflastert. Es wurden Hochbeete, kombiniert mit Sitzgelegenheiten, aufgestellt, Bäume gepflanzt und es soll dort Spielangebote (gepflasterte Teilflächen als »Brettspiele«) geben. Eigentlich, so das Versprechen, soll zum Jahresende alles fertig sein.

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