Sa., 15.12.2018

Ministerpräsident Laschet überreicht die Auszeichnungen im Historischen Rathaus Aachen NRW ehrt Bethel-Chef Pohl und Rehhagel

Dezemeber 2017: Ulrich Pohl stellt den Veranstaltungskalendar »150 Jahre Bethel« in Bielefeld vor.

Dezemeber 2017: Ulrich Pohl stellt den Veranstaltungskalendar »150 Jahre Bethel« in Bielefeld vor. Foto: Hans-Werner Büscher

Aachen (epd). Das Land Nordrhein-Westfalen hat zehn Bürgerinnen und Bürger mit seinem Verdienstorden geehrt. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) überreichte die Auszeichnungen am Samstag im Historischen Rathaus Aachen. Zu Gewürdigten zählen unter anderem der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Ulrich Pohl, und der ehemalige Fußballtrainer Otto Rehhagel.

Laschet würdigte Bethel-Chef Ulrich Pohl als einen »Manager mit christlichem Kompass, für den immer der Mensch im Mittelpunkt steht«. Seit 2001 sei er bei den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel tätig, seit zehn Jahren als deren Leiter. Dabei gelinge es ihm Vorurteile gegenüber sozial benachteiligten Menschen abzubauen und Brücken aufzubauen. Auch die Weiterentwicklung des Spendenwesens Bethels sei eng mit Pohls Namen verbunden. »Ulrich Pohl ist ein Menschenfischer, dem es gelingt, Menschen für die Arbeit Bethels und damit vor allem für die Menschen, die in Bethel auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind, zu gewinnen«, erklärte der Ministerpräsident.

Mit Ex-Trainer Otto Rehhagel würdige das Land »eine Persönlichkeit, die auch über das Sportliche hinaus vorbildlich ist«, sagte Laschet weiter. So engagiere sich Rehhagel sozial in vielen Bereichen wie etwa als Schirmherr und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Universitätsmedizin Essen, die sich um schwerstkranke Kinder kümmert. Auch sei er Gründungsmitglied des Vereins »Essener Chancen - Rot-Weiss Essen« zur Unterstützung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher. In Kindergärten und Grundschulen werbe er für mehr Bewegung. »Otto Rehhagel ist ein Menschenfreund«, betonte Laschet. Bei allem persönlichen Erfolg habe er den Blick und das Herz für seine Mitmenschen nicht verloren.

Einen Verdienstorden erhielt zudem die 89 Jahre alte CDU-Politikerin und ehemalige Bundesministerin Dorothee Wilms als »Vorreiterin ihrer Generation, die den Rechten der Frauen früh eine Stimme gab«, wie es hieß. Weitere Ausgezeichnete sind der Gründer des Vereins »Lebenshilfe im Kreis Viersen«, Horst Bessel, der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, und Margot Burmann aus Meschede, die sich für Menschen mit Down-Syndrom einsetzt. Auch der Mitbegründer der RAG-Stiftung Ludwig Ladzinski, der ehemalige Stadtdirektor der Stadt Nettetal, Christian Weisbrich, und der Unternehmer Michael Wirtz aus Stolberg wurden geehrt.

Der NRW-Verdienstorden ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes und wurde 1986 aus Anlass des 40. Geburtstages des Landes gestiftet. Die Würdigung wird an Bürger als Anerkennung ihrer außerordentlichen Verdienste für die Allgemeinheit und ihr Engagement für die Gesellschaft verliehen. Seit seiner Einführung sind rund 1.600 Frauen und Männer mit dem Verdienstorden ausgezeichnet worden. Die Zahl der Orden ist auf 2.500 begrenzt.

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