Mo., 17.12.2018

Jubiläumsvorstellung in Bielefeld: 25 Jahre Mathieu Tanzwerkstatt Die hohe Kunst des Bühnentanzes

Eine Hommage an 25 Jahre Mathieu Tanzwerkstatt präsentieren die jungen Tänzerinnen.

Eine Hommage an 25 Jahre Mathieu Tanzwerkstatt präsentieren die jungen Tänzerinnen. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Uta Jostwerner

Bielefeld (WB). Auch verbeugen will gelernt sein. Schon die Kleinsten in der Mathieu Tanzwerkstatt erlernen diese graziöse Geste und führen sie unter dem begeisterten Applaus ihrer Eltern, Freunde und Verwandten aus. Früh übt sich, wer einmal eine Prima Ballerina sein will.

25 Jahre lang unterweist Nathalie Mathieu den Nachwuchs nun schon liebevoll im Spitzentanz. Die wenigsten schlagen anschließend eine berufliche Tanzkarriere ein, aber darum geht es auch gar nicht, sondern um Haltung, Umgangsformen, Disziplin und – ganz wichtig – die Freude am Tanz. Diese Werte wurden auch bei der Jubiläumsvorstellung in der Stadthalle sichtbar, bei der Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene die hohe Kunst des Spitzentanzes und des Modern Dance vorführten.

Der Eröffnungsreigen erfolgte zum Evergreen »New York, New York« von Frank Sinatra, wobei Dietrich Wolfram alias Wondini die Songmelodie gekonnt auf der Mundharmonika live einspielte. Die Kids in ihren schmucken Tutus hatten dazu eine Choreografie einstudiert, die Bezug nimmt auf das Ereignis des Jahres:

Umzug an den Klosterplatz

Mitten im Jubiläumsjahr musste die Tanzwerkstatt von der Nienhagener Straße an den Klosterplatz umziehen, wo sie in den Räumen der Tanzschule Fricke ein neues Zuhause fand. Etwa 100 Schüler werden dort von Dirk Kazmierczak, Astrid Kronsbein und Nathalie Mathieu, der ehemaligen Solotänzerin am Theater Bielefeld, unterrichtet. Umzugskartons, die geschickt in den Tanz integriert wurden, bildeten am Ende eine Pyramide, auf der »25 Jahre« zu lesen war.

Wie im Flug schnurrte danach ein Programm ab, das sämtliche Gruppen der Tanzwerkstatt mit einband. Jede Nummer war liebevoll choreografiert und ausstaffiert. Da gab es etwa eine Jugendgruppe, die in edel bestickten Corsagen und Taftröcken ein Stück aus Edward Griegs Holberg-Suite zum Leben erweckte und die mit Sprüngen, Drehungen und einem hohen Maß an Synchronität die Bewunderung des Publikums erlangte.

Optisch legerer

Beim Modern Dance ging es optisch legerer zu, gleichwohl offenbarten die Tänzerinnen beim rhythmusbetonten Beat jede Menge Körperbeherrschung, etwa in Hebungen und Radschlägen.

Und selbst die Vierjährigen wussten zu berühren: Ausgestattet mit elektrischen Kerzen, brachten sie zu Elton Johns »Goodbye Norma Jean« einen Reigen in marionettenhafter Anmutung dar. Dafür und für vieles mehr gab es den verdienten Applaus des Publikums.

Beine und Arme in Position: Früh übt sich, wer es beim Ballett zu etwas bringen möchte. Foto: Mike-Dennis Müller

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