Langzeitparker müssen Räder bis Dienstag abholen – Abriss im Februar
Radstation zieht am 1. Februar vorübergehend ins Postgebäude

Bielefeld (WB). Bis zum 25. Januar können Radfahrer noch die Radstation am Hauptbahnhof nutzen. Ab 1. Februar gibt es für sie eine Übergangslösung, bis ein neues Fahrradparkhaus steht. Die alte Expressguthalle der Deutschen Bahn wird ab 4. Februar abgerissen. Die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes liegt vor.

Mittwoch, 09.01.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 09:48 Uhr
Am 25. Januar ist der letzte Tag der Radstation. Ausweichquartier ist das Gebäude der ehemaligen Post gegenüber. Foto: Bernhard Pierel
Am 25. Januar ist der letzte Tag der Radstation. Ausweichquartier ist das Gebäude der ehemaligen Post gegenüber. Foto: Bernhard Pierel

Das Grundstück der ehemaligen Expressguthalle wird benötigt, weil die Deutsche Bahn Ersatz schaffen will für ihren Wertstoffhof. Der soll ab 2020  ebenso dem Neubau eines Intercity-Hotels (190 Zimmer) weichen wie große Teile der Ladenzeile entlang der Gleise an der (Kleinen) Bahnhofstraße (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Betrieben wird die Radstation von den Verkehrsbetrieben Mobiel, die auch in Zukunft dafür zuständig sein wollen. Zunächst in der Übergangszeit. Die beginnt am 1. Februar im ehemaligen Postgebäude an der Nahariyastraße. Dort habe die Stadt einen Raum im Erdgeschoss angemietet, in dem gut 60 Fahrräder Platz finden, erläutert Barbara Choryan, Nahmobilitätsbeauftragte im Amt für Verkehr. »Vor allem sollen dort E-Bikes und Pedelecs untergestellt werden können.«

Dazugemietet habe man den Keller, der per Rampe erreicht werden könne. Barbara Choryan spricht dort vom sogenannten »Garderobenprinzip«: »Radler geben ihre Zweiräder ab, und sie werden dann untergestellt.« Auch »Etienne’s Radladen« zieht mit um.

»Käfig« mit sogenannten Doppelstellanlagen

Zusätzlich geplant seien in diesem Jahr zwei Sammelschließanlagen mit jeweils 80 Stellplätzen, gedacht speziell für Dauernutzer mit speziellem Zugangssystem. Beispiel ist die Sammelschließanlage am Haltepunkt Sennestadt: In einem »Käfig« mit sogenannten Doppelstellanlagen, geschützt vor Regen. Diese beiden Sammelschließanlagen sollen jeweils auf einer Seite des Hauptbahnhofes errichtet werden: an Stelle eines Teils der Pkw-Parkplätze auf dem Mittelstreifen Nahariyastraße und auf der Seite des Parkhauses an der Joseph-Massolle-Straße (Neues Bahnhofsviertel). Barbara Choryan: »Damit halten wir den Ist-Stand an Stellplätzen von jetzt 340.«

Die Verkehrsbetriebe Mobiel haben die »Radstation«-Kunden angeschrieben, um ihnen mitzuteilen, dass Langzeitparker ihre Räder bis spätestens Dienstag, 15. Januar, abgeholt haben müssen. Diese Räder seien mit einem Zettel markiert worden. Ab 16. Januar würden Räder mit Zettel entfernt und für maximal sechs Monate eingelagert. Dasselbe gelte für die Fahrräder, die noch ab 26. Januar in der Radstation ständen. Mobiel versüßt den Kunden den Beginn der Übergangszeit: Alle Abo-Kunden, die dem Fahrradparkhaus treu bleiben, können ihr Rad im Februar und März kostenlos im Provisorium abstellen.

Mobiel startet Umfrage

Mobiel-Sprecherin Lisa Schöniger weist darauf hin, dass die Verkehrsbetriebe eine Umfrage gestartet haben, um in Erfahrung zu bringen, wie sich Radler die Ausstattung des neuen Fahrradparkhauses wünschen würden. Gleichzeitig, so Barbara Choryan, werde eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines neuen Fahrradparkhauses erarbeitet. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr vorliegen.

Ziel: zu prüfen, ob der Bau einer neuen Radstation an alter Stelle, allerdings auf geringerer Grundstücksfläche und dann eben mehrstöckig möglich ist. Die Bahn selbst will auf dem Areal nicht nur Wertstoffe lagern, sondern auch Ersatz für die durch den Hotelbau wegfallenden Ladenflächen schaffen. Die heutige Radstation gehörte zu den ersten, die in Deutschland eröffnet wurden. 1992 wurden dort 280 witterungs- und diebstahlgeschützte Plätze angeboten, später dann deren Anzahl aufgestockt.

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