Do., 10.01.2019

Neue Saalpläne nach Publikumsbefragung und neue Ticketpreise Wer den besten Blick hat, zahlt mehr

Die Zuordnung der Sitzplätze in die Preiskategorien im Stadttheater, im TAM und in der Oetkerhalle soll mit Beginn der Spielzeit 2019/20 geändert werden.

Die Zuordnung der Sitzplätze in die Preiskategorien im Stadttheater, im TAM und in der Oetkerhalle soll mit Beginn der Spielzeit 2019/20 geändert werden. Foto: Philipp Ottendörfer/Theater

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Die Zuordnung der Sitzplätze in die unterschiedlichen Preiskategorien in Stadttheater, TAM und Rudolf-Oetker-Halle soll mit Beginn der Spielzeit 2019/20 geändert werden. Gleichzeitig sind Preiserhöhungen, aber auch -senkungen geplant.

Grundlage für die Veränderung der sogenannten Saalpläne sei eine Publikumsbefragung gewesen, so Verwaltungsdirektorin Ilona Hannemann. Ziel sei es, »Preisgerechtigkeit zu schaffen«. Bislang seien die Preiskategorien in Blöcken gestaffelt, künftig seien die Karten dort am teuersten, wo auch tatsächlich die besten Plätze seien, nämlich in der Mitte. Randplätze und hintere Reihen seien somit günstiger als solche im Parkett Mitte oder Rang, erste Reihe.

Neue Zuordnung entspricht der »tatsächlichen Qualität der Plätze«

Im Stadttheater gebe es auch weiter fünf Preiskategorien. Ausnahmen: das Weihnachtsmärchen (Familienstück) mit nur zwei Kategorien, und die Reihe »Musik voll fett« (drei Kategorien). Im TAM sollen es künftig drei statt zwei Preisstufen sein, in der Rudolf-Oetker-Halle habe man die Kategorien, die seit Jahrzehnten nicht »angefasst« worden seien, grundsätzlich umstrukturiert.

Intendant Michael Heicks: »Die teuersten Plätze gibt es nur im Rang, die besten Plätze des Konzerthauses dagegen in den günstigeren Kategorien 2 bis 4.« Die neue Zuordnung in fünf Preisklassen entspreche, so Heicks, »der tatsächlichen Qualität der Plätze«. Die Ticketpreise selbst blieben stabil.

Weil Rat und Verwaltung der Stadt Bühnen und Orchester vor zwei Jahren vorgegeben haben, in der Spielzeit 2019/20 einen Konsolidierungsbeitrag von 150.000 Euro durch zusätzliche Einnahmen zu erbringen, sollen, so Ilona Hannemann, mit Beginn der neuen Spielzeit auch die Eintrittspreise »moderat« erhöht werden: um ein bis zwei Euro pro Karte, bei Premieren können es auch vier oder 4,50 Euro sein.

Zwei Preiskategorien für das Weihnachtsmärchen

Es bleibt bei der Unterscheidung zwischen Vorstellungen während der Woche und solchen am Wochenende freitags bis sonntags. Die teuerste Karte wäre die für eine abendliche Silvestervorstellung der Kategorie 1 mit 87 Euro im Stadttheater; ansonsten rangieren die Kartenpreise fürs Musiktheater zwischen 49 und 14 Euro, im TAM zwischen 37 und 24 Euro beziehungsweise 18 Euro im TAM-zwei oder-drei.

Für das Weihnachtsmärchen soll es künftig nur zwei Preiskategorien geben. Für Kita- und Schulvorstellungen mit Ticketpreisen von zehn oder sieben Euro, für die Familienvorstellungen (ab 17 Uhr und an den Wochenenden) zwischen elf und 16 Euro; Das sei um bis zu 5,50 Euro günstiger als bisher. Wichtig sei ihnen gewesen, so Heicks und Hannemann, dass auch in Zukunft Karten mit einem regulären Entgelt von unter 20 Euro erhältlich seien. Die Politik muss den Plänen noch zustimmen.

Bereits mit Beginn der laufenden Spielzeit wurden die Mieten für Dritte in Stadttheater, TAM und Oetkerhalle erhöht. Das, so Heicks, sei »längst überfällig« gewesen. Negative Auswirkungen seien nicht erkennbar: »Die Zahl der Belegungstage ist angestiegen, wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel mit 150 Veranstaltungstagen pro Saison erreichen.«

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