Sa., 12.01.2019

»Belastende Beweise fehlen« – Ermittlungskommission aufgelöst – nur zweite Attacke geklärt Erste Stadtbahn-Attacke nicht aufgeklärt

Loch in einer Stadtbahn-Scheibe

Loch in einer Stadtbahn-Scheibe Foto: Hendrik Uffmann

Bielefeld (WB/sb). Sieben Wochen nach den beiden Attacken auf Stadtbahnen bleibt zumindest der erste Fall vorerst unaufgeklärt.

Klar ist für die Polizei, dass ein 13-Jähriger am 26. November aus einer Gruppe heraus einen Teil eines Nothammers gegen die Bahn geworfen und die Seitenscheibe einer fahrenden Stadtbahn der Linie 1 auf dem Niederwall beschädigt hatte. Aber es gebe »keine belastenden Beweise« dafür, dass der 13-jährige Täter auch für die andere Stadtbahnattacke verantwortlich ist, die zwei Tage zuvor zwischen den Haltestellen Graf-von-Stauffenberg-Straße und Bültmannshof passiert war, sagt Polizeisprecher Michael Kötter.

Es fehle auch ein Geständnis. Trotzdem nimmt die Polizei an, dass der Junge auch den ersten Anschlag verübte. »Die Ermittler erkennen da aufgrund der Vorgehensweise einen Zusammenhang«, berichtet Michael Kötter. Unterdessen wurde die nach den Attacken gegründete Ermittlungskommission »StraB« mittlerweile aufgelöst. Das Kommissariat für Jugendkriminalität habe die Ermittlungen übernommen, berichtet Kötter.

Bei den Attacken wurde damals niemand verletzt. Der Schaden der beiden Attacken liegt Schätzungen zufolge bei 3000 Euro. Der 13-jährige strafunmündige Verursacher lebt in einer betreuten Jugendeinrichtung in Bielefeld.

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