So., 13.01.2019

Ehefrau wurde in Bielefeld bereits verurteilt Sterbenden auf Gehweg gelegt: Angeklagter schweigt

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Symbolfoto Foto: dpa

Bielefeld (WB/hz). Beim Schwurgerichtsprozess um den sterbenden Mann, der am 10. Mai 2017 an der Grenze Hillegossen/Ubbedissen auf den Gehweg der Gustav-Winkler-Straße geschleift worden war, hat der Angeklagte geschwiegen.

Die Frage des Vorsitzenden Richters Christoph Meiring, ob er zum Tatvorwurf der gemeinschaftlichen Körperverletzung mit Todesfolge aussagen wolle, quittierte der 45-jährige Bielefelder mit mehrfachem Kopfschütteln.

Die Tat im Mai 2017 löste Entsetzen aus. Bei einem Trinkgelage unter Angehörigen der Bielefelder Alkoholiker- und Drogenszene im sogenannten »Punkerhaus« an der Gustav-Winkler-Straße kam es zu einem schweren Verbrechen.

Weil Zechkumpan Viktor F. (37) gegenüber der Frau des Angeklagten sexuelle Absichten zeigte und der 33-Jährigen an die Brust griff, soll das Ehepaar auf den Mann brutal eingetreten haben. Der nach Knochen- und Wirbelbrüchen innerlich verblutende Mann wurde von der Frau ins Freie auf den Gehweg geschleppt und dort liegen gelassen. Zeugen beobachteten das Geschehen und alarmierten Rettungsdienst und Polizei. Das Opfer starb im Krankenhaus.

Für diese Tat wurde die Ehefrau bereits im Sommer 2018 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Ob ihr Mann mitschuldig ist, will das Schwurgericht beim bis Ende Januar terminierten Prozess klären

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