VCD macht Vorschläge – Übergabe von 454 Unterschriften
Neue Radstation soll Leuchtturmprojekt werden

Von Stefan Biestmann

Donnerstag, 17.01.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 18:20 Uhr
Die Nahmobilitätsbeauftragte Barbara Choryan (von links) nimmt die Unterschriften entgegen von Bärbel Mörchen, Rolf Botzet , Miriam Schemm und Bernd Küffner. Foto: Bernhard Pierel
Die Nahmobilitätsbeauftragte Barbara Choryan (von links) nimmt die Unterschriften entgegen von Bärbel Mörchen, Rolf Botzet , Miriam Schemm und Bernd Küffner. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB). Die alte Radstation am Hauptbahnhof mit 340 Stellplätzen ist in Kürze Geschichte und wird am 4. Februar abgerissen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert unter anderem, dass das neue Fahrradparkhaus eine Kapazität von mindestens 1400 Stellplätzen bekommt. Die Vorschläge überreichte der VCD am Mittwoch an Barbara Choryan, Nahmobilitätsbeauftragte im Amt für Verkehr.

Mit dabei hatte der Club auch 454 Unterschriften einer Online-Petition. Darin fordern die Unterstützer eine Übergangslösung mit mindestens 340 Stellplätzen und eine moderne Radstation mit deutlich mehr Stellplätzen.

»Einen Teilerfolg haben wir bereits erzielt«, sagt Mitinitiatorin Barbara Mörchen. Denn, wie berichtet, umfasst auch die Übergangslösung 340 Stellplätze. Davon entstehen einige ab dem 1. Februar im ehemaligen Postgebäude an der Nahariyastraße. Zusätzlich geplant sind zwei Sammelschließanlagen auf beiden Seiten des Hauptbahnhofs: ein Teil auf den jetzigen Auto-Parkplätzen auf der Nahariyastraße und ein zweiter Teil auf der Seite des Parkhauses am Boulevard.

Stellplätze auf beiden Seiten des Hauptbahnhofs

Der VCD fordert auch künftig auf beiden Seiten des Hauptbahnhofs Stellplätze. Zudem soll die Radstation »einladend und architektonisch attraktiv« gestaltet sein. »Bielefeld soll Leuchtturm-Projekt werden«, sagt Bernd Küffner (VCD). Sein Mitstreiter Rolf Botzet weist darauf hin, dass Münster eine Radstation mit 3400 Stellplätzen habe. Und sogar die Stadt Herford habe derzeit eine größere Radstation, sagt Barbara Mörchen.

Bielefeld könne ein Zeichen setzen – zumal die Stadt gemäß der Mobilitätsstrategie den Anteil des Radverkehrs auf 25 Prozent steigern will. Der Neubau solle so geplant sein, dass weitere Geschosse aufgesetzt werden können. Zudem fordert der VCD einen direkten treppenfreien Zugang von der Radstation zum Gleistunnel. Ein weiterer Vorschlag betrifft ein automatisches Fahrradverleihsystem, eine Servicestation für Schnellreparaturen und eine E-Bike-Ladestation.

Barbara Choryan betont, dass es noch »mindestens drei Jahre« dauern könne, bis die neue Radstation fertig ist. Es sei bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, die im Frühjahr vorliege. Diese Studie sei Grundlage für weitere Pläne. Eine höhere Kapazität sei sinnvoll. Auch über ein Fahrradverleihsystem werde nachgedacht. »Die Radstation soll zur Mobilitätsstation weiterentwickelt werden.«

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