Di., 22.01.2019

Bezirksvertretung für Würdigung des getöteten Martin Augustyniak Bielefelder Soldat soll geehrt werden

An diesem Platz treffen Waldbreede, Niederbreede und Lange Breede aufeinander. Hier soll nach dem Wunsch der Bezirksvertreter der getötete Martin Augustyniak geehrt werden.

An diesem Platz treffen Waldbreede, Niederbreede und Lange Breede aufeinander. Hier soll nach dem Wunsch der Bezirksvertreter der getötete Martin Augustyniak geehrt werden. Foto: Markus Poch

Quelle/Brackwede (WB/mp). Neun Jahre nach seiner Tötung in Afghanistan hat die Bezirksvertretung Brackwede den Weg dafür frei gemacht, dass der Bielefelder Soldat Martin Augustyniak in seiner Heimat geehrt werden kann. Mit 14 Stimmen, bei einer Gegenstimme der Linken, beschlossen die Kommunalpolitiker, einen kleinen Platz in den Queller Breeden nach dem 28-jährigen Hauptgefreiten zu benennen.

Es geht um die dreieckige Grünfläche zwischen Waldbreede, Langer Breede und Niederbreede. Im Schatten eines großen, alten Baumes könnte künftig ein Gedenkstein stehen, der an Augustyniaks Wirken am Karfreitag 2010 in der Nähe der afghanischen Stadt Kundus erinnert. Dort war der Soldat zunächst verwundet, später bei dem Versuch, einen Kameraden zu retten, getötet worden.

Vorschlag kam von der Familie

Der Vorschlag, ausgerechnet diesen Platz in den Breeden zu Augustyniaks Ehren auszuwählen, kam aus dessen eigener Familie. Wie berichtet, war seine Mutter Ursula Wolf auf die Idee gekommen, weil der Platz sich ganz in der Nähe von Augustyniaks Elternhaus befindet und weil viele Menschen, die dort wohnen, den Soldaten persönlich kannten.

Während die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und UBF sich dem Vorschlag der Familie anschlossen, stimmten die Linken dagegen. Brigitte Varchmin wollte Augustyniaks Würdigung lieber auf einem bereits bestehenden Kriegerdenkmal sehen. Alles andere sei ihr zu aufwändig und zu kostspielig. Hans-Werner Plaßmann (SPD) und Carsten Krumhöfner (CDU) sprachen sich entschieden gegen diese Variante aus. Man dürfe einen getöteten Bundeswehrsoldaten auf keinen Fall auf eine Stufe stellen mit den Gefallenen der Weltkriege, warnten sie.

Mit großer Freude nahm Ursula Wolf, die an der Sitzung der Bezirksvertreter teilgenommen hatte, deren Entscheidung auf.

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