Mo., 28.01.2019

Startup-Unternehmen entwickelt Handy-App zum Wohle der Vierbeiner Wie geht’s dem Hund?

Damit die Gesundheit von Hunden wie Ragga stets im Blick ist, haben die Startup-Unternehmer (von rechts) Ursula Moos, Lukas Tenge, Mike Langendorf und Markus Fenkl die Handy-App Collar-Care entwickelt.

Damit die Gesundheit von Hunden wie Ragga stets im Blick ist, haben die Startup-Unternehmer (von rechts) Ursula Moos, Lukas Tenge, Mike Langendorf und Markus Fenkl die Handy-App Collar-Care entwickelt. Foto: Oliver Schwabe

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld (WB). Wenn sie mit Ragga auf Tour geht, dann weiß Frauchen Ursula Moos ziemlich genau, wie viele Kilometer sie mit ihrer vierjährigen Hündin zurückgelegt hat. Und wenn sie möchte, erfährt es ihr »Rudel« auch. Möglich macht das die Handy-App Collar-Care, die das gleichnamige Bielefelder Startup-Unternehmen entwickelt hat und die die Erfinder zu einem Gesundheits-Instrument für Vierbeiner ausbauen wollen

Dazu wollen die jungen Unternehmer noch in diesem Jahr ein Halsband auf den Markt bringen, das mit einem GPS-Sender ausgerüstet ist und auf diese Weise noch genauere Daten über die Bewegung des Hundes liefern kann.

Das Team von Collar-Care besteht aus Geschäftsführer Martin Fenkl (28), Mike Langendorf (28, Software und IT-Entwicklung), Lukas Tenge (27, Marketing) und Ursula Moos (31, Produktdesign) – und natürlich aus Ragga. Denn der Mischling aus französischer Bulldogge und Pinscher ist so etwas wie der Markenbotschafter und zeigt mit seinem eigenen Profil auf Collar-Care, was die App alles kann.

Hund gesund und fit erhalten

Und das soll vor allem sein, Herrchen und Frauchen dabei zu helfen, ihren Hund gesund und fit zu erhalten. »99 Prozent aller Hundebesitzer fragen sich: Wie geht es meinem Hund? Nur antworten kann dieser nicht«, sagt Lukas Tenge.

Bislang liefert die App vor allem Daten über die Bewegung und die Auslastung des Hundes, in dem sie die Dauer und Entfernung der täglichen Gassirunde misst. Darüber hinaus können die Nutzer diese Daten aber auch vergleichen mit den Werten, die Besitzer anderer Hunde der selben Rasse liefern und bekommen Empfehlungen, welche Menge an Bewegung für ihren Hund die richtige ist und ob ihr Haustier ausgelastet ist – ein Hinweis auf den Gesundheitszustand.

Weitere Funktionen

Damit es Spaß macht, die App zu nutzen, haben die Entwickler weitere Funktionen eingebaut. Zum einen können sich die Benutzer – bislang ist die App 8000 Mal heruntergeladen worden – mit anderen Hundebesitzern vernetzen und austauschen und über die Eingabe ihrer Postleitzahl auch Herrchen und Frauchen in ihrer Umgebung kennen lernen, um neue Hunde-Freundschaften zu knüpfen. Zum anderen gibt es als Anreiz eine Art Spiel-Modus,  bei dem die Anwender virtuell die Strecke von München nach Venedig zu Fuß zurücklegen – jeder Gassi-Kilometer zählt dabei – und »unterwegs« Aufgaben lösen müssen.

Noch sei die App eher ein Lifestyle-Produkt, erklärt Lukas Tenge. Ziel sei es jedoch, sie zu einem Allround-Instrument zu entwickeln, das vor allem unerfahrenen Hundehaltern helfen soll, ihr Tier gut zu versorgen. »Dann soll sie möglichst viele Informationen über Bewegung, Ernährung und weitere Informationen liefern wie zum Beispiel über Hundeversicherungen, so dass der Hundebesitzer alles aus einer Hand bekommt«, erläutert Geschäftsführer Martin Fenkl.

Halsband soll App ergänzen

Erreicht werden soll dies auch durch das Collar-Care-Halsband, das die App  ergänzen soll. Die ursprüngliche Idee sei gewesen, dass das Halsband auch die Herzfrequenz der Vierbeiner messen soll, erklärt Tenge. Dies sei in der Entwicklung jedoch deutlich zu aufwendig gewesen, »außerdem sind die Pulsdaten bei Hunden längst nicht so aussagekräftig in Bezug auf den Gesundheitszustand wie bei Menschen«. Deshalb soll das Halsband nun mit einem GPS-Sender und einem Beschleunigungssensor ausgestattet werden.

Durch die immer größer werdende Menge an Daten sollen die Hinweise und Tipps für die einzelnen Hundebesitzer stetig bessern werden. Jedoch sei die App keine Datenkrake, betont Lukas Tenge. »Datenschutz ist uns sehr wichtig. So könne wir zum Beispiel sehen, wie lang die Gassirunde war, aber nicht, wo sie gegangen worden ist.«

Das Ziel, das das Team von Collar-Care verfolgt, ist ambitioniert. Lukas Tenge: »Wir wollen die größte Hundedatenbank Europas aufbauen.«

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