Di., 29.01.2019

Initiative wünscht sich weitere Calisthenics-Anlagen – Andere Kommunen sind längst Vorreiter Mehr Open-Air-»Muckibuden« nötig

In Paderborn gibt es Cali­sthenics-Anlagen schon längst

In Paderborn gibt es Cali­sthenics-Anlagen schon längst Foto: Jörn Hannemann

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Bielefeld ist im Vergleich zu anderen Kommunen in der Region ein klarer Nachzügler: Während es in Paderborn, Delbrück, Herford, Lemgo, Vlotho, Steinhagen, Gütersloh, Lippstadt und Detmold bereits Calisthenics-Anlagen gibt, soll die erste in Bielefeld in diesem Frühjahr auf dem Kesselbrink installiert werden – mit einem guten Jahr Verspätung.

Eine einzige Street-Workout-Sportanlage – eine Art Mucki-Bude im Freien – sei zwar ein Anfang. Sie reiche aber längst nicht, teilt die Initiative »Cali 16« mit. Die Initiative hat 75 Unterschriften gesammelt, um diese im Bürgerausschuss am Dienstag, 5. Fe­bruar, zu überreichen (17 Uhr, Altes Rathaus, Nowgorod-Raum). Das Anliegen: die Errichtung noch mindestens einer weiteren Cali­sthenics-Sportanlage in Bielefeld. Einen möglichen Standort sieht die Initiative in der »Bultkampmeile« in Schildesche, aber auch in Sennestadt im Ost-West-Grünzug.

Mehr als 1000 aktive Sportler

Denn der Bedarf sei groß. »Cali 16« – die Initiative ist auch Ideengeberin für die künftige Calisthenics-Anlage auf dem Kesselbrink – spricht von weit über 1000 Sportlern, die sich zum Beispiel unter (Vereins-)Namen wie »Apesthenics«, »Crossfit« oder »Freeletics« zusammengefunden hätten. Die bekanntesten Übungen des Workouts sind eher traditionell: Liegestütz, Klimmzug, Kniebeuge, Handstand, menschliche Flagge. Auf Grund fehlender Möglichkeiten in Bielefeld müssten die Aktiven auf eigentlich für ihr Training nicht vorgesehene Spielplatzgeräte oder Bäume zurückgreifen.

Calisthenics boome seit gut zehn Jahren weltweit. Das Training in der Gruppe sei zudem kostenlos. »Street Workout Bielefeld« des BAJ betreibe auf diese Weise Jugendhilfe. Calisthenics sei zudem in jedem Alter zu praktiziere und somit auch gesundheitsfördernd.

15.000 Euro Investitionskosten für eine 150 Quadratmeter große Anlage

Die Unterstützer für weitere Anlagen haben sich zudem die Mühe gemacht, Kosten zu ermitteln. Sie sprechen von rund 15.000 Euro Investitionskosten für eine 150 Quadratmeter große Anlage.

Der Bürgerausschuss hat die Möglichkeit, den Wunsch der Antragsteller zu unterstützen und das Anliegen an den zuständigen Fachausschuss weiterzuverweisen. Auf dem Kesselbrink soll im Frühjahr zum einen ein Großspielgerät mit Rutschen, Pendelsitzen, Schaukeln und Kletterelementen aufgestellt werden, zum anderen eben die Workout-Anlage. Die »Nachrüstungskosten« für den Kesselbrink inklusive der Erneuerung des Unterbaus belaufen sich auf 895.000 Euro. 195.000 davon zahlt die Stadt, der Großteil kommt aus Fördermitteln.

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