Mi., 30.01.2019

Architekt Frank Stopfel plant Neubau an der Detmolder Straße Markantes Eckhaus wird abgerissen

Das Gebäude auf dem ehemaligen Firmengelände des Sanitär-Unternehmens Bolwin & Heemann verschwindet bald.

Das Gebäude auf dem ehemaligen Firmengelände des Sanitär-Unternehmens Bolwin & Heemann verschwindet bald. Foto: Bernhard Pierel

Von Michael Diekmann

Bielefeld (WB). Ende Februar ist das einst repräsentative Geschäftshaus mit dem Türmchen Geschichte. »Die Vorbereitungen für den Abriss laufen schon«, sagt Architekt Frank Stopfel. Er plant bereits einen Neubau an der Ecke Teutoburger/Detmolder Straße.

»Wir stecken mitten in der Findungsphase«, berichtet Frank Stopfel über die momentane Arbeit in seinem Architekturbüro an der Ecke Schumannstraße. Es gebe, sagt Stopfel, bereits Ideen und Entwürfe. Und man sei mit der Stadt Bielefeld als Baubehörde in engen Gesprächen.

Fest steht für den Planer: Er will noch 2019 mit den Arbeiten für die neue Bebauung des ehemaligen Firmengeländes des Sanitär-Unternehmens Bolwin & Heemann beginnen. Noch offen ist, ob der Neubau an der wichtigen Stelle der Detmolder Straße mit der Torsituation des gut 100 Jahre alten Gebäudes wieder dicht an der Detmolder Straße stehen wird. Stopfel ist aktuell auch in Gesprächen mit dem Verkehrsunternehmen Mobiel. In der kräftig geschwungenen Kurve der Detmolder Straße in Fahrtrichtung August-Bebel-Straße sieht der Planer die interessante Möglichkeit, einen wichtigen Hochbahnsteig für einen barrierefreien Zugang zur Stadtbahnlinie auf der Straßenmitte zu schaffen. Bis 2023 sind an Stadtbahnlinien Hochbahnsteige Pflicht.

Haus in einem desolaten Zustand

»Die Detmolder Straße braucht zwischen East-End-Tower und 360-Grad-Haus mehr Identitätspunkte«, sagt Frank Stopfel mit Blick auf die Planungen der neuen Bebauung. Die soll sich an das Hanggefälle anpassen und auch eine Tiefgarage bekommen. Das Objekt mit einem Schwerpunkt auf Wohnen wird laut Stopfel in jedem Fall ausgerichtet auf moderne urbane Mobilität. Neben Autostellplätzen gibt es deshalb Platz für Fahrräder sowie eine Ladestation für E-Autos und E-Bikes, sagt er. Im Hinblick auf die Optik soll der Torcharakter des Altbaus mit Türmchen und Balkon eine Fortführung finden.

Das alte Geschäftshaus, einst die repräsentative Adresse eines erfolgreichen Familienunternehmens, befand sich laut Stopfel zuletzt in einem desolaten Zustand. Letzter Nutzer des Eckladens zur Teutoburger Straße war das Baubüro, von dem aus seinerzeit der Umbau der Detmolder Straße betreut wurde. Stopfel: »Es gibt im Innern keinerlei erhaltenswerte Dinge, nicht mal eine Türklinke.«

Entkernung hat bereits begonnen

Tatsächlich ist der Herzebrocker Unternehmer Johannes Landwehr mit seinen Mitarbeitern bereits bei der Entkernung der Innenräume. Sämtliche Baumaterialien müssen getrennt entsorgt werden. Die Holzbalkendecken sind bereits zum Teil abgesackt. Der hintere Teil des großen Grundstücks der Bolwin Grundstücks GmbH & Co. KG ist bereits abgeräumt und wird momentan für die Abraumcontainer der Entsorgung genutzt.

Die früher an der Detmolder Straße ansässige Sanitärfirma Bolwin & Heemann ist heute mit ihrem Hauptsitz in Steinhagen. Der Spezialist für moderne Gebäudetechnik ist heute Tochterunternehmen der global tätigen Firma Plasmatreat von Christian Buske und unterhält Zweigbetriebe in Leipzig und Dresden.

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