Winterdienst unterwegs – Schulhof gesperrt
Jeder Schneefall geht ins Geld: Einsatztag kostet 100.000 Euro

Bielefeld (WB). Der Winter in Bielefeld hat die Stadt in dieser Saison bislang bereits 1,4 Millionen Euro gekostet. Der Umweltbetrieb geht von 100.000 Euro pro Einsatztag aus. 14 Tage seien es bislang gewesen – zuletzt fiel Schnee von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen.

Freitag, 01.02.2019, 06:00 Uhr
Ab 4.30 Uhr war der Winterdienst des Umweltbetriebes unterwegs, um zu streuen und Schnee zu räumen. Foto: Bernhard Pierel
Ab 4.30 Uhr war der Winterdienst des Umweltbetriebes unterwegs, um zu streuen und Schnee zu räumen. Foto: Bernhard Pierel

Andreas Geisler, Geschäftsbereichsleiter Stadtreinigung im Umweltbetrieb, zieht eine Winter-Zwischenbilanz mit zwei Einsatztagen im November, drei im Dezember und neun im Januar und ergänzt: »Ein paar Zentimeter Schnee machen Arbeit und kosten Geld.«

Die Summe von 100.000 Euro setze sich zusammen aus Personal(über)stunden nachts und an Wochenenden, aus Kosten für Streumittel, den Einsatz von Subunternehmen (42 Fahrzeuge und 104 Personen seien unter Vertrag), aus Reinigung, Instandhaltung, aber auch Abschreibung von Fahrzeugen. Die Beträge würden exakt aufgeschlüsselt, schlügen sich schließlich auch auf die Gebühren nieder.

Winter »bislang durchschnittlich«

Der jüngste Schneeeinsatz habe am Mittwochnachmittag im Bielefelder Norden begonnen; die Fahrzeuge seien vom Betriebshof Wiehagen ausgerückt. Am Donnerstagmorgen ab 4.30 Uhr seien dann die Berg- und Hauptstraßen geräumt und gestreut worden, ab 5.30 Uhr waren die Handkolonnen unterwegs. Um 7 Uhr, so Geisler, folgte die Räumstufe 2 des Räum- und Streuplanes, die alle die Straßen betrifft, auf denen Busse unterwegs sind, ab 8 Uhr seien dann Streufahrzeuge in Anliegerstraßen unterwegs gewesen. Weil sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum bewegt hätten, habe das Salz eine »gute Tauwirkung« gehabt. Geisler: »Mit Beginn des Berufsverkehrs waren die Hauptrouten frei.«

Bislang habe es in dieser Wintersaison noch keinen so starken Schneefall gegeben, dass die Mitarbeiter des Umweltbetriebes hätten mehrfach an einem Tag ausrücken müssen. Geisler nennt den Winter »durchschnittlich« – bislang. Aber morgen soll es erneut schneien. An einem Samstag.

Die Leitung der Bültmannshofschule hatte gestern entschieden, die 300 Jungen und Mädchen in der 9.30 Uhr-Pause nicht nach draußen auf den Schulhof zu lassen – aus Sicherheitsgründen. Peter-Michael Müller, stellvertretender Leiter des Amtes für Schule, sagt, eine solche Entscheidung liege allein bei der Schulleitung. Die Schulverwaltung müsse nicht beteiligt werden. Das sei vergleichbar mit der (hochsommerlichen) Entscheidung, hitzefrei zu geben. Die Aufsichtspflicht liege bei der Schulleitung.

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