30 Jahre Wertholz-Submission stehen für erfolgreiche Vermarktung – mit Video
Eichenriesen aus Bielefeld sind ein Exportschlager

Bielefeld (WB). »Eichenholz aus Bielefeld ist ein Exportschlager«, sagt Erhard Oehle. Mehr als 600 Festmeter wertvollster Eichenstämme aus heimischen Wäldern bietet das Forstamt aktuell zum Kauf an.

Mittwoch, 06.02.2019, 03:00 Uhr
Zwischen den Giganten: Erhard Oehle beim Aufmaß. Wohl mehr als 150 Jahre alt ist der Eichenriese links von ihm. Foto: Bernhard Pierel
Zwischen den Giganten: Erhard Oehle beim Aufmaß. Wohl mehr als 150 Jahre alt ist der Eichenriese links von ihm. Foto: Bernhard Pierel

Aufgereiht wie Zigarren in einer Kiste präsentieren sich die mächtigen Eichenstämme auf dem Wertholzplatz in Ubbedissen auf Lagerhölzern. Der Schauraum der heimischen Waldbauern ist vorbereitet für die Submission. In 30 Jahren, betont Förster Erhard Oehle, hat sich der Platz am Nordhang des Teuto vom Geheimtipp zu einer bei Holzaufkäufern weltweit bekannten Adresse entwickelt. Am 6. März ist Submissionstermin im Forstamt in Lage.

Mehr als 600 der insgesamt gut 650 Festmeter Holz sind Eiche. Dazu kommt Kirsche. Und eine Reihe Eschenstämme, die in Nachbarländern für Möbel geschätzt werden. Seit November hatte man das Holz größtenteils aus heimischen Privatwäldern aufgefahren. Längst nutzen aber auch Waldbauern aus dem Sauerland die Auktionsform am Teuto.

Edelste Form der Holzvermarktung

Oehle nennt es die edelste Form der Holzvermarktung. Gemeinsam mit seinem Kollegen Gerald Rübsamen hat er alle Stämme kartiert. Sie wurden vermessen, bewertet und ausgezeichnet. In Lage entsteht jetzt der Katalog dazu. Preise werden im verschlossenen Umschlag abgegeben. Jeder nennt den Preis, den ihm der Baum wert ist.

Den Angebotskatalog gibt es klassisch auf Papier, längst aber auch via Internet. Schließlich ist mehr als einmal Holz von Bielefeld per Container direkt verschifft worden. Und die Schnittbilder der bis zu 150 Jahre alten mächtigen Riesen stehen auch später als Furnier oder Massivmöbel für eine besondere Wertigkeit. Die Preise auf dem Holzmarkt sind stabil. Oehle erwartet sogar leicht steigende Preise.

650 Festmeter Stammholz

Besonders stolz ist der für die Stadt Bielefeld und allein mehr als 230 private Waldbesitzer zuständige Forstmann, dass trotz erheblicher Kalamitäten mit 650 Festmetern Stammholz mehr aufgefahren wurde als im Vorjahr . Die Folgen des Sturms Friederike 2018 beschäftigen die Waldbauern immer noch. Weit schlimmer sind die Auswirkungen des Borkenkäfers in den Nadelholzbeständen nach dem Jahrhundertsommer. Die bereits nadelfreien braunen Fichtenkronen sind dabei nur die halbe Wahrheit. Die nächste Generation des Käfers, warnt Oehle, steckt bereits in den Nachbarbäumen.

Die Eiche aus Ubbedissen holen die Käufer ab März. Heimische Sägewerke sind erfolgreiche Dienstleister der Möbelindustrie.

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