So., 10.02.2019

24-Jähriger aus Jöllenbeck gibt mehrere Taten zu und sitzt in Untersuchungshaft Polizei fasst Brandstifter und Räuber

Bei dem Feuer am 5. Juli 2017 hinter der Westfalen-Tankstelle in Jöllenbeck wurden sechs Fahrzeuge zerstört.

Bei dem Feuer am 5. Juli 2017 hinter der Westfalen-Tankstelle in Jöllenbeck wurden sechs Fahrzeuge zerstört. Foto: Jens Heinze

Bielefeld (WB). Nach dem Brand eines Autos am 29. Januar ist der Polizei jetzt der mutmaßliche Brandstifter ins Netz gegangen. Dabei erwies sich der Fahndungserfolg als weitreichend: Der Tatverdächtige ist aus Sicht der Ermittler noch für weitere, bislang nicht aufgeklärte Straftaten verantwortlich. Unter anderem für eine weitere Brandstiftung.

Der 24-jährige Jöllenbecker war in den Fokus der Kriminalbeamten geraten, als sie im Fall der vorsätzlichen Brandstiftung an der Vilsendorfer Straße ermittelten. Am Dienstag, 29. Januar, war die Feuerwehr gegen 3.49 Uhr zum Brand in Jöllenbeck an der Vilsendorfer Straße gerufen worden. Das Feuer war von einer zufällig vorbeifahrenden Frau bemerkt worden, die die Feuerwehr alarmierte.

Mit Taten geprahlt

Der im Hof des Mehrfamilienwohnhauses geparkte Renault Kangoo brannte vollständig aus. Ein daneben stehender VW Polo wurde durch Hitzestrahlung ebenfalls vollständig zerstört und ein Carport beschädigt. Auch mehrere ältere Zypressen fielen den Flammen zum Opfer. Die Schadenshöhe beträgt nach Einschätzung der Polizei mindestens 18.000 Euro.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalbeamten ergaben einen Tatverdacht gegen einen 24-jährigen Jöllenbecker, der in seinem persönlichen Umfeld in der Vergangenheit mit der Begehung einer weiteren Brandstiftung auf dem Gelände einer Kfz-Werkstatt, hinter einer Tankstelle in Jöllenbeck im Juli 2017, geprahlt haben soll. Damit dürfte auch dieser Vorfall aufgeklärt sein. Seinerzeit waren sechs Autos in Flammen aufgegangen. Und auch in diesem Fall stellten die Brandermittler des Kriminalkommissariats 11 eine vorsätzliche Brandstiftung als Brandursache fest, ohne die Tat zunächst klären zu können.

Der Täter hatte nachts zwischen 1.30 und 2 Uhr hinter der Westfalen-Tankstelle an der Jöllenbecker Straße 526 a die Autos angezündet, die auf einem Lagerplatz für Schrottautos standen. Zeugen bemerkten den Brand und verständigten den Mitarbeiter im Kassenhäuschen der Tankstelle, der die Feuerwehr alarmierte. Eine Gefahr für das Tankstellengebäude bestand nicht. Der Täter hatte zwei der sechs Autos angezündet, die Flammen waren aber auf die vier anderen Fahrzeuge übergesprungen. Der Sachschaden damals: rund 500 Euro.

Messer als Tatwerkzeug

Zudem soll der 24-Jährige in seinem Umfeld von einem versuchten schweren Raub in dem Foyer einer Sparkassenfiliale erzählt haben, bei dem ein Messer als Tatwerkzeug zum Einsatz gekommen war. Diese Tat, die sich im Januar 2018 ereignete, wurde von dem damals noch unbekannten, teilmaskierten Täter abgebrochen, weil die Tochter des Opfers laut um Hilfe schrie.

Der 24-Jährige wurde am Donnerstag, 7. Februar, vorläufig festgenommen. Bei der Kriminalpolizei legte er schließlich ein umfassendes Geständnis für alle drei Taten ab. Am Freitag wurde er einem Haftrichter des Amtsgerichtes Bielefeld vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

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