Mo., 11.02.2019

Nach Austritt von vier Ratsmitgliedern will sich BfB neu formieren »Schnell zur Sacharbeit zurück«

BfB-Vorsitzender Dietmar Krämer (links) hält die Wählergemeinschaft auch nach dem Austritt von vier Ratsvertretern weiter für arbeitsfähig. An der Kandidatur von Rainer Ludwig (rechts) für das Oberbürgermeister-Amt soll festgehalten werden.

BfB-Vorsitzender Dietmar Krämer (links) hält die Wählergemeinschaft auch nach dem Austritt von vier Ratsvertretern weiter für arbeitsfähig. An der Kandidatur von Rainer Ludwig (rechts) für das Oberbürgermeister-Amt soll festgehalten werden. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). »Wir halten unseren Kurs«, sagte am Samstag nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Dietmar Krämer, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft für Bielefeld (BfB).

Die Versammlung war einberufen worden, nachdem Ende Januar vier der fünf BfB-Vertreter im Rat die Wählergemeinschaft verlassen hatten. Fraktionsvorsitzende Dorothea Becker, ihre Stellvertreterin Barbara Pape, Renate Dedering und Thomas Rüscher bilden seitdem eine neue Ratsfraktion, nennen sich »Bielefelder Mitte« .

Rund 30 Mitglieder seien zu der Versammlung in der Geschäftsstelle am Altstädter Kirchplatz gekommen, berichtete Krämer. »Das eindeutige Bekenntnis: Wir wollen unseren Weg weitergehen.« Das schließe auch die Kandidatur von Rainer Ludwig für das Oberbürgermeisteramt bei der Kommunalwahl 2020 ein, versicherte Krämer.

Querelen um OB-Kandidatur

Der BfB-Vorstand hatte den früheren Rathaus-Dezernenten Ludwig für die Kandidatur nominiert. Dies war für die vier Ratsvertreter der letzte Anlass, die Wählergemeinschaft zu verlassen. Ihrer Ansicht nach hat ein gemeinsamer bürgerlicher Kandidat, nach dem CDU und FDP derzeit Ausschau halten, bessere Chancen. Doch schon vor der Nominierung Ludwigs hatte es immer wieder Querelen zwischen der BfB-Ratsfraktion und der Führungsriege der als Verein organisierten Wählergemeinschaft gegeben.

»Jetzt wollen wir möglichst schnell zur Sacharbeit zurückkehren«, sagte Krämer am Samstag. Er sieht seine Wählergemeinschaft weiterhin politisch handlungsfähig. Mit Lothar Klemme verfügt sie aktuell noch über ein Ratsmandat. Auch in den Bezirksvertretungen Gadderbaum, Heepen und Jöllenbeck bleibt sie weiter vertreten. Die von der BfB gestellten sachkundigen Bürger in den Ratsgremien würden ebenfalls ihre Arbeit fortsetzen, genauso wie Rainer Ludwig, der für die BfB im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt.

Inhaltlich neu positionieren

Krämer kündigte an, die BfB werde sich in Kürze auch inhaltlich neu positionieren. »Es geht um wichtige Themen wie die Verkehrspolitik einschließlich der Neugestaltung des Jahnplatzes. Da werden wir uns zu Wort melden.«

Krämer räumte ein, dass der Austritt der bisherigen Ratsvertreter der BfB einen Schlag versetzt habe. Von dem Plan, zur Kommunalwahl anzutreten und auch in allen 33 Ratswahlbezirken eigene Kandidaten aufzustellen, wollen man aber nicht abrücken.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6382386?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F