Di., 12.02.2019

Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori steigert Gewinn deutlich Von Rekord zu Rekord

Bei seiner Hausmesse am Standort Pfronten hat DMG Mori jüngst zahlreiche Besucher empfangen können. Die Werkzeugmaschinen kommen in allen Branchen weltweit zum Einsatz – etwa in der Medizintechnik und der Luftfahrt. 2018 liefen die Geschäfte sehr gut.

Bei seiner Hausmesse am Standort Pfronten hat DMG Mori jüngst zahlreiche Besucher empfangen können. Die Werkzeugmaschinen kommen in allen Branchen weltweit zum Einsatz – etwa in der Medizintechnik und der Luftfahrt. 2018 liefen die Geschäfte sehr gut.

Von Paul Edgar Fels

Bielefeld (WB). Christian Thönes sieht sich noch nicht am Ziel. »Wir können noch besser werden. Wir müssen die Chancen nur nutzen«, sagt der Vorstandschef des Bielefelder Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori. 2018 hat der frühere Gildemeister-Konzern erneut ein Rekordjahr hingelegt.

Und darauf ist der Top-Manager stolz. »Die DMG Mori AG hat sich weiter positiv entwickelt – technologisch, strukturell und kulturell«, sagte Thönes auch mit Blick auf den japanischen Mutterkonzern DMG Mori Company. »Wir haben viel bewegt und Neues geschaffen.«

Mit Rekordwerten bei Auftragseingang, Umsatz sowie Gewinn vor Steuern (Ebit) sieht Thönes den 7000-Mitarbeiter-Konzern auf Kurs. Auch das vierte Quartal sei gut gelaufen. Für 2019 ist Thönes daher »vorsichtig optimistisch«, wie er gestern sagte.

Der Auftragseingang stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,97 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,75 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 2,65 (Vorjahr 2,34) Milliarden Euro. Einen Sprung nach oben gab es zudem beim Gewinn vor Steuern (Ebit): Dieser verbesserte sich um 21 Prozent auf 217,1 (2017: 180,1) Millionen Euro. Entsprechend stieg die Gewinnmarge auf 8,2 Prozent. Für Thönes nicht das Ende der Fahnenstange: »Mittelfristig wollen wir uns hier weiterentwickeln.« Unter dem Strich blieben dem Konzern rund 150 Millionen Euro als Gewinn übrig, 26 Prozent mehr als 2017. Mit dem japanischen Mutterkonzern wurde 2016 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Der Umsatz legte 15 Prozent zu

Auch im vierten Quartal seien die Geschäfte gut gelaufen. Damit koppelt sich DMG Mori vom allgemein zu beobachtenden Abschwung der deutschen Wirtschaft zum Jahresende 2018 ab. Der Auftragseingang stieg von Oktober bis Dezember um knapp 39 Millionen auf 705 Millionen Euro – ein Plus von sechs Prozent. Der Umsatz legte 15 Prozent zu – von 692 auf 797 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern machte einen Sprung um 13 Millionen auf 74 Millionen Euro.

Zwar sei das laufende Jahr von globalen Unsicherheiten wie den Handelskonflikt zwischen USA und China, einem möglichen ungeordneten Brexit und der hohen Verschuldung in Italien geprägt, sagte Thönes weiter. Gleichwohl ist er auch für 2019 zuversichtlich: »Wir werden hier und da unsere Rekorde brechen«, ist er überzeugt. Den Grund dafür sieht er vor allem darin, dass DMG Mori von der Digitalisierung und der Automatisierung weiter profitiere – für den Vorstandschef sind das die Zukunftsfelder. Allein am Standort Bielefeld mit seinen etwa 1000 Mitarbeitern seien 150 Beschäftigte mit »digitalen Lösungen« befasst.

DMG Mori entwickelt sich besser als der gesamte Maschinenbau in Deutschland. Laut Branchenverband VDMA verfehlte der Maschinenbau mit einem Anstieg der Produktion um zwei Prozent sein selbst gestecktes Ziel von fünf Prozent. Dazu Thönes: »Wir wollen schneller als unsere Mitbewerber von nebenan sein. Und wir gewinnen Marktanteile.« Der Dezember sei gut gelaufen, sagt er. »Und der Januar 2019 war top.«

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