Di., 12.02.2019

Technischer Defekt an einem Dampfbefeuchter löst Schwelbrand in Bielefeld-Bethel aus Feuerwehreinsatz im Krankenhaus Mara

Ein Feuerwehrmann und eine Polizistin am Krankenhauseingang.

Ein Feuerwehrmann und eine Polizistin am Krankenhauseingang. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/cm). Ein Dampfbefeuchter im Krankenhaus Mara in Bethel ist am Montagabend in Brand geraten. Der Rauch zog durch einen Großteil des Krankenhauses. Menschen wurden nicht verletzt, die Feuerwehr musste die gesamte Anlage stromlos schalten.

Der technische Dienst des Krankenhauses habe das Feuer um 21.41 Uhr gemeldet, sagte Einsatzleiter Hans-Dieter Mühlenweg. »Da wir eine gesicherte Meldung erhielten, alarmierten wir eine größere Anzahl an Einsatzkräften, was für Objekte wie Krankenhäuser oder Altenheime notwendig ist.«

Patientenzimmer nicht betroffen

Ein Mitarbeiter habe richtig gehandelt, indem er die Tür des betroffenen Raumes nach dem Kontrollieren geschlossen hatte und den Notruf absetzte, lobte Feuerwehrchef Mühlenweg.

Mit zwei Trupps unter Atemschutz gingen die Brandbekämpfer von beiden Seiten in den betroffenen Bereich vor. Das dritte Obergeschoss im Bauteil E des Hauses Mara war stark verraucht, was den Kräften anfangs zu schaffen machte. Sie schalteten den Dampfbefeuchter in der Lüftungszentrale spannungsfrei und löschten ihn. Der Schmorbrand hatte sich im Inneren des Befeuchters entwickelt, mutmaßlich brannten elektrische Bauteile auf einer Platine.

Durch die Lüftung gelang ein Teil des Rauches auch in andere Bereiche des Krankenhauses. So war eine leichte Geruchsbelästigung in den unteren Etagen bemerkbar. Dort sind IT-Räume und Büros untergebracht, in denen sich zum Zeitpunkt keine Menschen aufhielten. »Glücklicherweise wurden keine Patientenzimmer verraucht. Somit ist dieser Einsatz für uns glimpflich ausgegangen«, sagte Mühlenweg. Im Lüftungszentralen-Raum war kein Brandmelder installiert, der nächste befand sich in den Lüftungsschächten. Dieser löste vermutlich nicht aus, da die Verrauchung in den Schächten zu gering war.

Einsatz dauert eine Stunde

Nach einer Stunde war der Einsatz für die alarmierten 45 Einsatzkräfte beendet. Die abgeschalteten Betriebsanlagen wurden bis auf den defekten Dampfbefeuchter in ihren Ursprungszustand geschaltet und die Rauchmeldeeinrichtung zurückgesetzt. Den Sachschaden schätzte Mühlenweg ganz vorsichtig auf einen vier- bis fünfstelligen Eurobetrag.

Im Einsatz waren die Brandbekämpfer der Hauptwache mit Unterstützung der Löschabteilungen Sieker, Gadderbaum-Bethel und West. Kräfte der Löschabteilung Schildesche besetzten die Wache am Stadtholz. Ebenfalls ausgerückt waren zwei Notärzte und bis zu vier Rettungswagen.

 

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