Mi., 13.02.2019

Stadt will mit »Hofbräu«-Betreiber aus Bad Salzuflen Vertrag schließen Bayerisches Flair im Ratskeller

Im Ratskeller geht’s bald bayerisch zu.

Im Ratskeller geht’s bald bayerisch zu. Foto: Bernhard Pierel

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Der noch verbliebene Bewerber für den Bielefelder Ratskeller hat jetzt auch den Zuschlag erhalten. Mit ihm sollen nun Vertragsverhandlungen aufgenommen werden. Nachdem sich bereits eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Betriebsausschusses für den städtischen Immobilienservicebetrieb (ISB) für das Konzept des Bad Salzufler Gastronomen Frank Baus und einem weiteren Geschäftspartner ausgesprochen hatte, stimmte nun auch der Ausschuss zu. Die Entscheidung fiel gestern in nichtöffentlicher Sitzung.

Baus betreibt in Bad Salzuflen das »Hofbräu am Ostertor« in traditionell bayerischem Ambiente und mit entsprechender Speisekarte. Unterstützt wird er von der Münchener Hofbräu-Brauerei. Ein ähnliches Konzept könnte nun auch in Bielefeld realisiert werden. Wenn die Verträge unterzeichnet sind, kann mit der Herrichtung des Kellergewölbes begonnen werden. Ziel soll es sein, den Ratskeller spätestens Ende kommenden Jahres wiederzueröffnen. Geplant ist auch eine Außengastronomie.

2016 hatte es schon einmal Überlegungen gegeben, ein Paulaner-Brauhaus im Ratskeller einzurichten. Diese Pläne hatten sich dann aber zerschlagen, weil das Gewölbe nicht schnell genug hergerichtet werden konnte.

1,5 Millionen Euro stehen bereit

Sascha Berg, Daniel Elsner und Marcel Lossie von der Bielefelder Event-Agentur Fast Forward hatten zuletzt ebenfalls ein Angebot für den Ratskeller abgegeben, sich dann aber zurückgezogen. Sie wollten einen eigenständigen Restaurantbetrieb eröffnen. Der Schwerpunkt sollte auf westfälischer Küche liegen.

Bisher befinden sich die Räume im Tiefparterre des Alten Rathauses im Rohbau-Zustand. Im Wirtschaftsplan des Immobilienservicebetriebes stehen zurzeit 1,5 Millionen Euro bereit, um die 1000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten so herzurichten, dass ein Gastronomie-Betrieb einziehen kann. Ob noch zusätzlich Geld bewilligt werden muss, ist offen. Bisher fehlen im Ratskeller sanitäre Anlagen, Lüftung und eine Lichtinstallation sowie eine Küche. 2012 zog mit dem »Irish Pub« der letzte Pächter aus, seitdem steht der historische Ratskeller von 1904 leer.

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