Mi., 13.02.2019

5G-Ausbau: Bär kritisiert Telekom-Konzerne – am Donnerstag zweite »Hinterland of Things« – mit Video Staat soll sich direkt engagieren

Staatsministerin Dorothee Bär und Katag-Vorstandsvorsitzender Daniel Terberger.

Staatsministerin Dorothee Bär und Katag-Vorstandsvorsitzender Daniel Terberger. Foto: Bernhard Pierel

Von Bernhard Hertlein

Bielefeld(WB). Die Länder, das Kartellamt, große Telekom-Konzerne und kleine Gruppen klagefreudiger Bürger: Die Bundesregierung hat beim Ausbau der Digitalisierung nach Ansicht von Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) weiter viele Hindernisse zu überwinden.

Am Geld liege es nicht, dass die vielen Funklöcher nicht schneller von der deutschen Landkarte verschwinden, sagte Bär am Mittwoch beim »Digital Panel Talk« des Mode-Dienstleisters Katag AG in Bielefeld. Bezug nehmend auf Klagen und Forderungen der Konzerne vor der Versteigerung der 5G-Lizenzen meinte die Digitalisierungsbeauftragte im Bundeskanzleramt, dass sich gegebenenfalls der Staat selbst beim Ausbau engagieren müsse. Nach dem verspäteten Start dürfe keine Zeit mehr verloren gehen. Bär erwartet dabei auch Rückendeckung bei Politikern und Behörden vor Ort, etwa bei der Festlegung von Standorten für Mobilfunkmasten.

Angesprochen auf den Digitalisierungspakt kritisierte Bär die Ministerpräsidenten. Die Bevölkerung habe kein Verständnis für die Verzögerung in der Gesetzgebung. Föderalismus hin, Föderalismus her müsse es auch Mindeststandards zumindest bei der Ausrüstung der Schulen geben. Programmierunterricht auch schon für Grundschüler sei ein guter Weg.

Frank Thelen eröffnet Konferenz

Ein Thema, das den Modehandel bekümmert, sind kartellrechtliche Hürden für den Datenaustausch zwischen Hersteller und Handel. Bär, die das Verfahren gegen Facebook begrüßte, riet zu direktem Kontakt zum Amt.

An diesem Donnerstag ist Bär Gast bei der zweiten Start-up-Konferenz »Hinterland of Things« in Bielefeld. Dort wird sie gemeinsam mit Verena Pausder, Chefin der Digitalwerkstatt des Spielzeugherstellers Haba, Udo Schloemer, dem Gründer von Factory Works, und Eduard Dörrenberg, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Bielefelder Unternehmensgruppe Dr. Wolff, ein Bild von »Deutschland in vier Jahren« entwerfen.

Insgesamt werden 1200 Teilnehmer bei der Konferenz erwartet, die 2018 eine Aufsehen erregende Premiere feierte.

Eröffnet wird sie mit einem Impulsvortrag von Frank Thelen, dem aus der TV-Serie »Höhle der Löwen« bekannten Start-up-Investor. Zu Diskussionsbeiträgen haben sich auch führende Vertreter der ostwestfälischen Wirtschaft angesagt, darunter Markus Miele, Brigitte Mohn und Catharina Claas-Mühlhäuser. Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann spricht mit Investor Christian Miele über »Deutschland Weltmeister der Gemütlichkeit«.

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