Fr., 15.02.2019

Podiumsdiskussion mit Brigitte Mohn, Cathrina Claas-Mühlhäuser und Markus Miele Mittelstand offen für Kooperationen

Cathrina Claas-Mühlhäuser (zweite von links) antwortet Onefootball-Gründer Lucas von Cranach (rechts); außerdem auf dem Podium: Brigitte Mohn und Markus Miele.

Cathrina Claas-Mühlhäuser (zweite von links) antwortet Onefootball-Gründer Lucas von Cranach (rechts); außerdem auf dem Podium: Brigitte Mohn und Markus Miele. Foto: Jan Gruhn

Bielefeld (WB/in). Start-ups hier, Start-ups dort, und mitten drin: gestandene Familienunternehmer aus OWL. Den größten Zulauf bei der 2. »Hinterland of Things« nach der Eröffnung durch Frank Thelen hatte eine Podiumsdiskussion mit Brigitte Mohn (Bertelsmann-Stiftung Gütersloh), Cathrina Claas-Mühlhäuser (Harsewinkel) und Markus Miele (Gütersloh).

Lucas von Cranach, Wahl-Berliner, der aber aus OWL stammt, und Gründer von Onefootball, übernahm ein bisschen die Rolle des Provokateurs. Den Vorwurf, die großen Familienunternehmen öffneten sich zu wenig für die Gründerszene, wies Claas-Mühlhäuser jedoch zurück. Gerade in OWL sei man sehr wohl darauf aus, technologisch stets auf dem neuesten Stand zu sein. Gleichzeitig dürften die Unternehmer aber ihre Stammkundschaft nicht aus den Augen verlieren. Zudem passe nicht jedes Start-up zu jedem Geschäftsfeld.

Veränderungen im OWL-Mittelstand

Miele verwies darauf, dass sich im OWL-Mittelstand schon einiges verändert habe. Habe früher jeder vor allem darauf geschaut, sein Geschäftsfeld gegen Wettbewerber abzuschirmen, so sei »Co-Working«, also die Zusammenarbeit von Firmen, die nicht direkt in Konkurrenz stehen, und der Austausch von Informationen heute weit verbreitet. »Das ist ja der große Vorteil dieser Region, dass sich die Wirtschaft in OWL nicht auf einen Großkonzern, sondern auf viele, ganz unterschiedliche Branchen stützt.«

Aus der Sicht von Brigitte Mohn bleibt es aber eine wichtige Aufgabe, dass die Unternehmer über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Nur so könne die deutsche Wirtschaft ihre hervorragende Stellung erhalten. Der Tellerrand sei nicht nur das eigene Unternehmen oder vielleicht noch die Branche, sondern auch die Landesgrenze. Lernen könne und müsse OWL auch von »hervorragenden Start-ups« in den USA, Israel, China und Skandinavien.

Abschließend machte Cranach deutlich, dass es bei Kooperationen von etabliertem Mittelstand und Start-ups nicht nur um Geld gehe: »Viel wichtiger ist für beide der Austausch von Ideen.«

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