Im Prozess um den Dreifachmord in Hille erklärt Rechtsmediziner Bernd Karger das Blutmuster
Gutachter wertet Blutspritzer aus: Träger der Jacke hat selbst getötet

Bielefeld (dpa). Im Prozess um den Dreifachmord in Hille hat ein Gutachter den Beteuerungen eines Angeklagten widersprochen. Blutspritzer an seiner Jacke seien eindeutig entstanden, als der Träger der Jacke eines der Opfer getötet habe, sagte Rechtsmediziner Bernd Karger am Donnerstag vor dem Landgericht Bielefeld.

Donnerstag, 21.02.2019, 13:18 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 14:46 Uhr
Auf diesem Hof wurde im März 2018 eine der Leichen gefunden. Foto: dpa
Auf diesem Hof wurde im März 2018 eine der Leichen gefunden. Foto: dpa

Der 24-jährige Kevin R. beteuert, nicht selbst getötet, sondern nur bei der Beseitigung der Leichen geholfen zu haben. Karger, der Experte für Blutspritzer ist, ist aber überzeugt: Die Blutspritzer entstanden, als der Jacken-Träger eines der drei Opfer mit einem Maurerhammer erschlug.

Dem Zeitsoldaten Kevin R. und dem zweiten Angeklagten Jörg W. (51) wirft die Anklage dreifachen Mord aus Habgier vor. Im Verfahren haben sich die beiden Deutschen bislang gegenseitig beschuldigt. Die Angeklagten sollen zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30-jährigen Geschäftspartner getötet haben.

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