Ehrenvorsitzende Maja Oetker wirbt für das Ehrenamt im Kinderschutzbund
»Raffen sie sich auf, machen sie mit«

Bielefeld (WB). »Ehrenamtliche Arbeit erweitert den Horizont und gibt die Genugtuung, dass man gemeinsam etwas erreichen kann. Raffen sie sich auf«, sagt Maja Oetker. Die Ehrenvorsitzende und Gründerin des Kinderschutzbundes in Bielefeld begrüßte persönlich die Gäste der Feierstunde.

Montag, 25.02.2019, 14:43 Uhr aktualisiert: 25.02.2019, 14:48 Uhr
Zum 50-jährigen Bestehen des Kinderschutzbundes (von links): Stephanie Delius, Cordula Lasner-Tietze, Dr. Maria Trüggelmann, Dorothee Redeker, Dr. Klaus Hurrelmann, Barbara Junker, Horst-Michael Düllberg, Ehrenvorsitzende Maja Oetker, Dr. Jörg Schillinger, Prof. Dr. Gabi Flösser, Bürgermeisterin Karin Schrader, Dr. Heidrun Macha-Krau und Johanna Rentel-Dammann Foto: Oliver Schwabe
Zum 50-jährigen Bestehen des Kinderschutzbundes (von links): Stephanie Delius, Cordula Lasner-Tietze, Dr. Maria Trüggelmann, Dorothee Redeker, Dr. Klaus Hurrelmann, Barbara Junker, Horst-Michael Düllberg, Ehrenvorsitzende Maja Oetker, Dr. Jörg Schillinger, Prof. Dr. Gabi Flösser, Bürgermeisterin Karin Schrader, Dr. Heidrun Macha-Krau und Johanna Rentel-Dammann Foto: Oliver Schwabe

Vor mehreren hundert Zuhörern im Großen Saal der Raspi schilderte Maja Oetker anlässlich der Fachtagung zum 50-jährigen Bestehen des Ortsverbandes Bielefeld, wie sie damals mit sieben Mitstreiterinnen die Arbeit aufgenommen hatten. Die 50 Jahre, fand Oetker, seien außergewöhnlich für einen kleinen Verein, der sich nicht nur gehalten, sondern enorm weiter entwickelt habe. Gut 33 Jahre hatte Oetker selbst den Vorsitz inne: »Es hat sich gut weiter entwickelt und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Das ist wirklich überzeugend.«

Auswirkungen der digitalen Medien

Die Gründerin erinnerte in ihrem Grußwort an langjährige Mitstreiterinnen, würdigte den zuverlässigen Einsatz. Maja Oetker ließ aber auch nicht unerwähnt, wie sehr ihr daran gelegen war, mit strenger Hand langfristig die finanzielle Unabhängigkeit des Ortsverbandes zu sichern mit »einem eigenen Konto«. Dass dafür sogar Riesenmengen wie 30.000 Weihnachtskarten verkauft wurden, hatte bereits die heutige Vorsitzende, Dr. Heidrun Macha-Krau, in ihrem Rückblick auf die Vereinsgeschichte erwähnt.

Das Jubiläum beging der Ortsverein mit einer Fachtagung zu den Auswirkungen von digitalen Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dazu konnte Heidrun Macha-Krau die NRW-Landesvorsitzende, Prof. Gabriele Flösser, und Bundesgeschäftsführerin Cordula Lasner-Tietze begrüßen. Die beiden hochkarätigen Vorträge lieferten Dr. Klaus Hurrelmann und Dr. Florian Rehbein. Hurrelmann befasste sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Lebenswelt, Rehbein mit den Folgen exzessiver Nutzung von Computerspielen im Kinder- und Jugendalter.

Empfehlungen der Bürgermeisterin

Mit einem Augenzwinkern in das Thema eingearbeitet hatte sich auch Moderator und Kabarettist Ingo Börchers, der angesichts der aktuellen Datenlawine lebenslanges Lernen und lebenslanges Vergessen ins Verhältnis setzte. Die musikalische Begleitung des Tages übernahm der Chor des Helmholtz-Gymnasiums unter Leitung von Florian Straetmanns. Obendrein unterstrich Bürgermeisterin Karin Schrader in ihrem Grußwort nicht nur die Bedeutung des Kinderschutzbundes für die Stadt und ihre Menschen. Schrader berichtete auch von ihrem eigenen Engagement, als sie einige Jahre ehrenamtlich am Sorgentelefon gesessen hatte. Schrader empfahl dem Kinderschutzbund, sich einmal im Jugendhilfeausschuss der Stadt vorzustellen.

Handlungsbedarf mahnte die Landesvorsitzende Gabriele Flössner bei einem Überblick über die Tätigkeiten des Verbandes in NRW insbesondere auch im Nachgang auf schockierende Ereignisse wie die Missbrauchsfälle von Lügde an.

Es gelte nicht nur, die Fälle zu prüfen, sondern der Frage nachzugehen, warum es nicht zu Handlungsketten gekommen sei. Flössner: »Es gibt da Abbrüche im System. Es ist Aufgabe des Kinderschutzbundes, Defizite aufzuzeigen und für Abhilfe zu sorgen. Wir stehen mit dem Landesverband da mit Kompetenz zur Verfügung.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6419935?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
0:0 – Voglsammer vergibt, Ortega rettet
Andreas Voglsammer vergab vor dem Wechsel die Riesenchance zur Arminia-Führung.
Nachrichten-Ticker