Mi., 27.02.2019

Historische Vereine und Universität Bielefeld laden zu neuer Veranstaltung ein Erster Tag der Regionalgeschichte

Am 30. März findet in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld erstmals ein Tag der Regionalgeschichte statt.

Am 30. März findet in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld erstmals ein Tag der Regionalgeschichte statt. Foto: Bernhard Pierel

Von Matthias Band

Bielefeld (WB). Workshops, historische Beratung, Markt der Möglichkeiten: Erstmals laden mehrere historische Vereine aus der Region und die Universität Bielefeld für Samstag, 30. März, zu einem »Tag der Regionalgeschichte« nach Bielefeld ein.

Die Workshops

Heike Fiedler/Cordula Marx: Historische Spurensuche an der Schnittstelle zwischen Schule und Archiv. Historisches Forschen über die Region macht Unterricht lebendig (Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und Facharbeiten).

Florian Lueke/Jörg van Norden: Den Lehrplan vor Ort umsetzen? Außerschulische Lernorte und materielle Quellen in der Region.

Johannes Burkardt/Bärbel Sunderbrink: Vereinsgeschichte schreiben und bewahren. Zum Umgang mit Vereinsarchiven und Sammlungen.

Annette Hennigs/Jochen Rath: Einführung in die Paläographie des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit (Quellenkunde 14. bis 18. Jahrhundert).

Marcel Oeben/Bernd Wagner: Einführung in die deutsche Schrift des 19. und 20. Jahrhunderts.

Michael Zozmann: Geschichte als Wissenschaft – was bedeutet es, Geschichte als Wissenschaft zu betreiben?

Barbara Frey: Keine Angst vor Fußnoten. Texte zu historischen Themen ansprechend publizieren.

Frank Huismann/Roland Linde: Historische Themen im Internet suchen, finden und bewerten. Wie bekommt man gezielt Informationen zur Heimatregion und zur Fragestellung?

Volker Hirsch/Nicolas Rügge: Eine Hilfswissenschaft als Hobby? Was Genealogen und Historiker voneinander lernen können.

In Zusammenarbeit mit der Bielefelder Fakultät für Geschichtswissenschaft haben der Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land Lippe (NHV), der Mindener Geschichtsverein und der Historische Verein für die Grafschaft Ravensberg den »Tag der Regionalgeschichte« vorbereitet. Einlass ist um 13.30 Uhr in die Räume der Volkshochschule Bielefeld in der ehemaligen Ravensberger Spinnerei (Raspi). Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.

»Wir wollen ein Forum bieten, auf dem Interessierte ganz unterschiedliche Aspekte von Geschichtswissenschaft kennenlernen können«, sagt Michael Zozmann vom Arbeitsbereich »Region in der Geschichte« der Universität Bielefeld. Er ist auch der Initiator des Forums »Geschichtskultur in der Region«, aus dem die Idee zum »Tag der Regional­geschichte« hervorgegangen ist.

Vernetzung der Vereine

Seit mehr als drei Jahren treffen sich Mitglieder der heimischen Geschichtsvereine, Mitarbeiter von Archiven und Museen sowie Historiker der Universität Bielefeld regelmäßig zweimal im Jahr zum Gedankenaustausch. »Die Idee dahinter ist, dass die Institutionen ihre Arbeit besser vernetzen, gemeinsame Projekte entwickeln und regional interessante Geschichtsthemen stärker in die Öffentlichkeit gebracht werden«, sagt Zozmann.

Beim »Tag der Regional­geschichte« können die Besucher in neun Workshops von 60 bis 90 Minuten Länge historische Arbeitstechniken kennenlernen, Tipps fürs Forschen, Schreiben und Recherchieren erhalten und vorhandenes Wissen vertiefen (siehe Kasten). »Die Teilnehmer sollen aber nicht nur konsumieren, sondern sich nach Möglichkeit auch selbst einbringen«, sagt Zozmann.

Workshops und historische Beratung

Außer der gemeinsamen Arbeit an den historischen Themen, gibt es weitere Angebote. Die Besucher haben die Möglichkeit, eine sogenannte historische Kurzberatung in Anspruch zu nehmen. »Wenn zum Beispiel jemand eine historische Quelle gefunden hat, ein Forschungsprojekt beginnen möchte oder Fragen zur Ahnenforschung hat, kann er bei Experten seine Fragen loswerden, eine erste Einschätzung und weiterführende Ratschläge erhalten«, sagt Zozmann.

Im Laufe des Nachmittags werden außerdem Führungen über das Gelände der ehemaligen Ravensberger Spinnerei sowie zum benachbarten Museum Wäschefabrik angeboten. Beim Markt der Möglichkeiten stellen Vereine, Institutionen, Initiativen und Verlage aus der Region ihre Aktivitäten und Publikationen vor. An einer Kaffeebar können in den Pausen Kontakte geknüpft werden.

Nach einem Abendimbiss hält Prof. Dr. Ulrich Meier von der Universität Bielefeld anhand von Beispielen zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte einen Vortrag zum Thema »Geschichte in der Region/Region in der Geschichte«.

Teilnahme ist kostenlos

Interessierte sollten sich möglichst bis Freitag, 1. März, anmelden und auch ihre gewünschten Workshops mitteilen. Der Eintritt ist frei; wer an dem Abendimbiss teilnehmen möchte, zahlt fünf Euro.

Das Anmeldeformular steht auf der Internet-Seite des NHV Lippe zum Herunterladen zur Verfügung. Die Anmeldungen können dann per Post an den NHV Lippe e.V., Willi-Hofmann-Straße 2, 32756 Detmold bzw. per E-Mail mit der eingescannten Anmeldung an nhv-lippe@gmx.net geschickt werden.

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