Do., 07.03.2019

Während der Bauarbeiten hat Bielefeld-Brackwede immer Anschluss Aufwändigste Modernisierung eines Bahnhofs in der Region

Symbolischer erster Spatenstich: (von links) die Bauleiter Alexander Kerr, Mutlu Cömez, Wiebke Esdar (MdB), Martin Nowosad für den Bauherrn DB, Frank Scheffer (Vize-Vorsteher NWL), OB Pit Clausen, Friedrich Straetmanns (MdB), Stefan Honerkamp (Verkehrsverbund OWL), Peter Diekmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Brackwede und Kai Schulte (VVOWL).

Symbolischer erster Spatenstich: (von links) die Bauleiter Alexander Kerr, Mutlu Cömez, Wiebke Esdar (MdB), Martin Nowosad für den Bauherrn DB, Frank Scheffer (Vize-Vorsteher NWL), OB Pit Clausen, Friedrich Straetmanns (MdB), Stefan Honerkamp (Verkehrsverbund OWL), Peter Diekmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Brackwede und Kai Schulte (VVOWL). Foto: Oliver Schwabe

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Dass der erste Spatenstich für die Modernisierung des Brackweder Bahnhofs nur symbolisch war, störte Oberbürgermeister Pit Clausen nicht: »Es ist das Signal dafür, dass es jetzt endlich losgeht.«

Die Baumaßnahme habe »über Brackwede hinaus Bedeutung«, sei wichtig für die Zukunft »einer erfolgreichen Verkehrspolitik, die nur funktioniert, wenn der schienengebundene Nahverkehr attraktiv ist«. Martin Nowosad, als Bahnhofsmanager für Ostwestfalen-Lippe zuständig, betonte, die Modernisierung des rund 170 Jahre alten Bahnhofs sei die umfangreichste in der Region.

»Mut und ein langer Atem« seien von Nöten gewesen, um so weit zu kommen, ergänzte Frank Scheffer, Vize-Vorsteher des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe. Den letzten Anstoß gegeben habe die Planung der DB für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) , der ab Dezember morgens und abends auch in Brackwede Station machen soll.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werde der Brackweder Bahnhof, der an einer der meist frequentierten Bahnstrecken Deutschlands liege, barrierefrei sein und spürbar mehr Aufenthaltsqualität haben. Der Bahnhof Brackwede ist heute bereits Halt für den »Warendorfer« (Bielefeld – Münster über Rheda-Wiedenbrück), die Ems-Börde-Bahn (Bielefeld – Münster), die Sennebahn (Bielefeld – Paderborn) und den Haller Willem (Bielefeld – Osnabrück). Es gebe 110 Zughalte täglich, pro Werktag würden 3350 Reisende ein- und aussteigen. Scheffer: »Die Brackweder legen Wert auf ihren Bahnanschluss.«

Entree zur Stadt

Clausen sagte, ein Bahnhof sei immer auch ein Entree zur Stadt. Deshalb müsse auch das Umfeld »nach vorne« gebracht werden. Bevor es soweit ist, bringen die Modernisierungsarbeiten aber zunächst Einschränkungen für die Reisenden und Umwege für Fußgänger und Radfahrer mit sich, weil zum Beispiel die Bahnunterführung, die eigentlich auch Brackwede mit Quelle verbindet, während der Modernisierung nicht genutzt werden kann. Hinterher, so die Bahn, werde aber alles »schöner und heller« sein. Dass Reisende, ohne Treppen steigen zu müssen, zu ihrem Bahnsteig gelangen, sei mit der größte Gewinn.

Martin Nowosad wies darauf hin, dass die Arbeiten bei »rollendem Rad«, also laufendem Zugbetrieb, stattfänden. Es würde aber sogenannte Sperrpausen – Zeiten, in denen Gleise gesperrt werden müssen – geben, wenn etwa ein Behelfsbahnsteig errichtet oder abgerissen würde. Der Bahnhof sei aber stets erreichbar.

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