Do., 21.03.2019

Erfindung aus Bielefeld überzeugt Jury und Publikum »Rollikup« rollt ins TV-Finale

Die Erfinder Eduard Wiebe (links) und Andreas Neitzel haben es mit ihrem »Rollikup« ins Finale der Pro-Sieben-Sendung »Das Ding des Jahres« am 26. März geschafft.

Die Erfinder Eduard Wiebe (links) und Andreas Neitzel haben es mit ihrem »Rollikup« ins Finale der Pro-Sieben-Sendung »Das Ding des Jahres« am 26. März geschafft. Foto: Willi Weber/Pro Sieben

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Das ist ein dickes Ding! Eine Weltneuheit aus Bielefeld hat es ins Finale der Pro-Sieben-Erfindershow »Das Ding des Jahres« geschafft. Entsprechend groß ist die Freude bei Andreas Neitzel und Eduard Wiebe, die mit ihrem »Rollikup« nun ins Rennen um eine Siegprämie von 100.000 Euro gehen.

Die beiden Tüftler des zur Bielefelder Lebenshilfe gehörenden Inklusionsunternehmens »Teuto InServ« setzten sich in der am Dienstagabend ausgestrahlten Sendung gegen neun Konkurrenten durch und sind damit ins Live-Finale am kommenden Dienstag, 26. März, eingezogen. »Damit hatten wir nicht gerechnet«, freut sich Eduard Wiebe (45): »Wir sind wirklich überrascht, dass wir es ins Finale geschafft haben. Schließlich wussten wir nicht, wie das Publikum auf unser Produkt reagieren wird.«

Nicht nur das Studio-Publikum, sondern auch die vierköpfige Jury zeigte sich angetan von der Erfindung aus Bielefeld. »Das ist das Beste, was ich bisher gesehen habe«, staunte etwa Jurymitglied Joko Winterscheidt über den »Rollikup«. Das in Bielefeld entwickelte Kupplungssystem, das es Rollstuhlfahrern ermöglicht, Anhänger jeder Art an den Rolli zu befestigen (das WESTFALEN-BLATT berichtete), überzeugte auch die Zuschauer der im Januar aufgezeichneten Sendung in Köln. In einem ersten Zweier-Duell setzte sich der »Rollikup« mit mehr als 90 Prozent durch. Im Finale der »Top 5« gab das Studio-Publikum den Bielefeldern dann 32 Prozent der Stimmen. Damit rollte der »Rollikup« schnurstracks ins Finale der Erfindershow.

»Wir haben jetzt schon gewonnen«

»Wir haben jetzt schon alles gewonnen. Der größte Erfolg war es, überhaupt teilnehmen zu können. Schließlich haben es von etwa 1000 Bewerbern nur 56 in die Sendung geschafft«, erklärt Andreas Neitzel, der nicht ohne Stolz hinzufügt: »Wenn man bedenkt, dass wir ein Nischenprodukt für einen begrenzten Personenkreis entwickelt haben, ist das umso überraschender.«

Das Interesse am »Rollikup«, der bislang nur über das Internet zu beziehen ist (Kostenpunkt: 399 Euro), habe in den vergangenen Tagen seit der Präsenz in den Medien deutlich zugenommen, berichten die beiden Erfinder. Sie stellten während des TV-Auftritts eine angenehme Atmosphäre fest: »Unter den Erfindern gibt es keinen Neid oder Missgunst.«

Im großen Finale am 26. März (20.15 Uhr) treten Andreas Neitzel und Eduard Wiebe gegen fünf Konkurrenten an. Der Gewinner erhält 100.000 Euro. »Das ist aber nicht das Non-Plus-Ultra für uns. Überhaupt im Finale dabei zu sein, ist eine super Sache. Wir lassen das jetzt einfach auf uns zukommen.« Zugleich werben die Erfinder aus Bielefeld für Unterstützung aus der Heimat, denn im Finale entscheidet ein Telefon-Voting unter den TV-Zuschauern über den Sieg. Wiebe: »Es wäre also schön, wenn möglichst viele Zuschauer für uns anrufen. Sonst haben wir keine Chance.«

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