Do., 21.03.2019

Anklage: Frau soll versucht haben, ihren Mann zu erstechen Blutiges Scheidungsdrama

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Bielefeld (hz). Ein Schwurgericht verhandelt demnächst über ein blutiges Scheidungsdrama. Staatsanwältin Claudia Bosse hat Anklage wegen versuchten Totschlags gegen eine Bielefelderin (57) erhoben.

Die seit der Tat in Untersuchungshaft sitzende Frau soll versucht haben, am 7. Januar in einem kleinen Geschäft im Osten der Innenstadt den getrennt von ihr lebenden Ehemann (61) zu erstechen. Mutmaßliches Motiv für die Bluttat: Der Mann, der einen Laden für Modelleisenbahnen betreibt, soll Unterhalt von der Frau gefordert haben.

Die Anklage geht von folgendem Sachverhalt aus: Am Tattag gegen 17.20 Uhr stürmte die 57-Jährige mit einem Fleischmesser in der Hand aus ihrer Wohnung in den Hinterhof. Dort liegt das Geschäft des 61-Jährigen. Obwohl sich drei Kunden in dem Laden aufhielten, ging die Bielefelderin von hinten mit der 15 Zentimeter langen Klinge unvermittelt auf das Opfer los. Dieses erlitt zwei Stiche in die linke Schulter sowie eine kleinere Fleischwunde. Zudem soll die 57-Jährige versucht haben, mit einem Stuhl auf den Noch-Ehemann einzuschlagen.

Mutmaßliche Messerstecherin bislang nicht straffällig geworden

Der 61-Jährige erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen und wurde bereits einen Tag nach der Messerattacke aus einem Krankenhaus entlassen. Dass nicht mehr passierte, ist einem Kunden im Geschäft zu verdanken. Dieser umklammerte Polizeiangaben zufolge die 57-Jährige und riss sie vom Opfer weg. Nach Eintreffen der ersten alarmierten Streifenwagenbesatzungen ließ sich die mutmaßliche Täterin widerstandslos festnehmen.

Bei der Kripo wurde eine achtköpfige Mordkommission zur Aufklärung des Verbrechens gebildet. Die mutmaßliche Messerstecherin sei bislang nicht straffällig geworden, sagte Staatsanwältin Claudia Bosse. Trotzdem ergaben die Ermittlungen, dass die Bielefelderin offenbar mit Tötungsvorsatz gehandelt haben soll. Deswegen soll ihr nun in Bielefeld der Prozess gemacht werden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6485135?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F