Do., 21.03.2019

Tatverdächtiger stirbt im Krankenhaus und wird am Donnerstag obduziert Vater der ermordeten Kinder tot

Süleyman G. starb am Mittwoch in Bielefeld im Krankenhaus.

Süleyman G. starb am Mittwoch in Bielefeld im Krankenhaus.

Von Jens Heinze

Staatsanwältin Claudia Bosse bestätigte am Mittwoch den Tod des türkischen Vaters Süleyman G. Die Nachricht der Ärzte habe die Mordkommission »Ziegel« am Mittwochvormittag erreicht.

Woran der 41-Jährige starb, soll am Donnerstag bei einer Obduktion geklärt werden. »Wir wollen sicher ausschließen, dass eine dritte Person am Tod beteiligt war«, sagte die Staatsanwältin. Allerdings spreche derzeit nichts dafür, dass Süleyman G. in der Klinik umgebracht worden sei.

Kleinkinder mit Messer ermordet

Wie mehrfach berichtet, soll der Türke am 10. März seinen Sohn (1) und seine Tochter (2) in der Wohnung seiner ehemaligen deutschen Lebensgefährtin an der Ziegelstraße ermordet haben. Den Kleinkindern wurden mit einem Küchenmesser die Kehlen durchgeschnitten. Anschließend unternahm der 41-Jährige einen Selbstmordversuch und schnitt sich die Pulsadern auf. Süleyman G. überlegte es sich dann aber wieder anders und wählte Notruf 112, um gerettet zu werden. Bei diesem Telefonat mit der Bielefelder Feuerwehr gestand er nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Ermordung von Sohn und Tochter.

Der 41-Jährige soll seine beiden Kleinkinder umgebracht haben, weil er offenbar befürchtete, dass nach der Trennung des deutsch-türkischen Paares der 27-jährigen Mutter das Sorgerecht zugesprochen werden könnte und er nur noch eingeschränkten oder gar keinen Kontakt zum Nachwuchs haben könnte . Wie berichtet, war Süleyman G. im Februar aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und soll seitdem bei einem Arbeitskollegen übernachtet haben. Seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter der zwei gemeinsamen Kinder hatte sich wegen der bevorstehenden Trennung bereits im Januar bei der Bielefelder Polizei beraten lassen. Die 27-Jährige befürchtete, dass der Türke aggressiv auf das Beziehungs-Aus reagieren werde.

Der Mann, den Bekannte als glücksspiel- und alkoholsüchtig beschrieben, war zahlungsunfähig. Gegen ihn wurde am 13. März das Insolvenzverfahren eröffnet.

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