Blindgänger auf dem Gelände des Wiesenbads – mit Video
So verlief die Bombenentschärfung am Wiesenbad

Bielefeld (WB/kw/sb/cm/hz). In Bielefeld wird am Sonntagmorgen um 11 Uhr auf dem Gelände des Wiesenbads eine Bombe entschärft. 400 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung läuft.

Sonntag, 24.03.2019, 09:40 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 10:16 Uhr
Die Bombe ist entschärft. Hier zu sehen sind die Kampfmittelexperten Gerd Matthee (links) und Wolfgang Stief. Foto: Christian Müller
Die Bombe ist entschärft. Hier zu sehen sind die Kampfmittelexperten Gerd Matthee (links) und Wolfgang Stief. Foto: Christian Müller

12.15 Uhr: Die Bombe ist entschärft.

Bombenentschärfung auf dem Wiesenbad-Gelände

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11.50 Uhr: Nach erster Inaugenscheinnahme liegen die Zünder der Bombe passend. Deswegen sollte die Entschärfung zügig klappen.

11.37 Uhr: Die Entschärfung beginnt. Es war doch keine Frau mehr in der Einrichtung für Betreutes Wohnen. 58 Menschen sind in der Betreuungsunterkunft.

11.35 Uhr: Zwei Menschen nahmen insgesamt den Bustransport in Anspruch.

11.30 Uhr: Die Entschärfung verzögert sich doch noch, da noch eine Bewohnerin in der Einrichtung für Betreutes Wohnen gemeldet wurde. Jetzt läuft die Einsatzleiterbesprechung.

11.15 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr ist mit den Löschabteilungen Mitte, Babenhausen, Vilsendorf, Sieker und Jöllenbeck im Einsatz.

11 Uhr: Es sind insgesamt 145 Einsatzkräfte vor Ort.

10.45 Uhr: Die Entschärfung soll pünktlich um 11 Uhr beginnen und etwa 45 Minuten dauern.

10.30 Uhr: Alle Bewohner haben offenbar ihre Häuser verlassen. Es hat nach ersten Angaben keine Komplikationen gegeben.

10.20 Uhr: 48 Bewohner haben sich in der Betreuungsstelle versammelt.

10.15 Uhr: Die Betreeungsstelle wurde doch in einem Gebäude der Falkschule eingerichtet, da diese barrierefrei ist.

10.10 Uhr: 28 Kräfte vom Deutschen Roten Kreuz und vom Arbeiter-Samariter-Bund sind im Einsatz.

10 Uhr: Die Bewohner einer DRK-Einrichtung für Betreutes Wohnen an der Dr.Viktoria-Steinbiß-Straße werden bei der Räumung unterstützt.

9.45 Uhr: Ein kritisches Gebäude liegt an der Dr.Viktoria-Steinbiß-Straße. Hier befindet sich eine Einrichtung für Betreutes Wohnen.

9.40 Uhr: Die Krankentransporte rollen an.

9.30 Uhr: Die Evakuierung ist angelaufen. Der Sperrbereich wurde eingerichtet.

9 Uhr: Die Einsatzkräfte versammeln sich und bereiten die Evakuierung vor.

Es ist die mittlerweile dritte Entschärfung eines Bomben-Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg in Bielefeld seit dem 27. Februar.

Wie die Stadt mitteilt, wurde auf dem Gelände des Wiesenbades an der Werner-Bock-Straße eine amerikanische 250-Kilo-Fliegerbombe entdeckt worden. »Der Blindgänger liegt in drei Metern Tiefe«, heißt es von der Stadt.

Ein Verdachtspunkt

Wie Hans-Werner Bruns, Geschäftsführer der Bielefelder Bäder-Gesellschaft BBF, sagte, sei der Blindgänger bei der routinemäßigen Überprüfung eines Verdachtspunktes auf dem Gelände des Wiesenbades entdeckt worden. Verdachtspunkte werden nach der Auswertung von Luftbildern der alliierten Fliegerstreitkräfte aus dem Zweiten Weltkrieg festgelegt und nach und nach von Experten des Kampfmittelräumdienstes untersucht. Das hatte bereits vor Wochen für großes Aufsehen gesorgt, als unter der gesperrten Walther-Rathenau-Straße gleich drei Verdachtspunkte auf einmal untersucht wurden. Und tatsächlich fanden die Kampfmittelräumer alte Stabbrandbomben .

Im aktuellen Fall vom Wiesenbad stecke die nicht explodierte Weltkriegs-Bombe im Erdreich unter der Liegewiese. Überraschend sei der Fund des Blindgängers für die BBF nicht. »Das Wiesenbad ist wie weite Teile der Bielefelder Innenstadt im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden«, sagte Bruns.

250 Meter Radius

Der Radius für die Evakuierung beträgt 250 Meter. B ereits am Dienstag hatte es in Brackwede eine Entschärfung gegeben . Und am 27. Februar wurde eine Weltkriegsbombe in Bielefeld-Brake unschädlich gemacht.

Zuständig für die Entschärfung ist wieder der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Arnsberger Bezirksregierung.

Unterkunft und Shuttle-Service

Während der Evakuierung steht eine Unterkunftsmöglichkeit in der Abendrealschule (Falkschule), Frachtstraße 8, zur Verfügung. Für den Transport dorthin richtet Mobiel mit Beginn der Evakuierung ab 9 Uhr einen Shuttle-Service ein.

Die Haltestellen sind an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße/Bleichstraße, am Wiesenbad sowie am Arbeitsamt. Für nicht gehfähige oder bettlägerige Personen kann am Sonntag ab 8 Uhr Unterstützung für den Transport bei der Feuerwehr angefordert werden unter 0521/512305.

Allgemeine Auskünfte gibt das Bürger-Service-Center ab 8 Uhr unter Telefon 0521/512000.

Von der Evakuierung sind folgende Straßen betroffen:

Bleichstraße: Hausnummern 6, 8, 10, 12, 41, 53, 55, 63, 67, 69, 71, 77, 77a

Dr. Viktoria-Steinbiß-Straße: Hausnummern: 1, 1b, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 13a, 15, 17, 19

Heeper Straße: Hausnummern 33, 77, 85

Hermann-Delius-Straße: Hausnummern 3, 4, 6

Ravensberger Park: Hausnummern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7

Walter-Rathenau-Straße: Hausnummer 28

Werner-Bock-Straße: Hausnummern 10, 12, 14, 16, 18, 20, 25, 25a, 27, 29, 34, 34a, 34b, 34c, 36, 38, 40

Wilhelm-Bertelsmann-Straße: Hausnummern 8, 10, 15, 19, 25, 27, 29a

Umleitungen

Weil die Werner-Bock-Straße während der Evakuierung und Bombenentschärfung gesperrt wird, leitet Mobiel in dieser Zeit die Buslinien 23, 24, 25 und 26 über die Viktoriastraße, Heeper Straße und Huberstraße um.

 

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