Do., 04.04.2019

Zweiter Streik am Donnerstag: Aktion am Standort Hamm geplant Auch nachmittags wird bei der Eurobahn gestreikt

Eine Eurobahn steht am frühen Donnerstagmorgen im Rahdener Bahnhof.

Eine Eurobahn steht am frühen Donnerstagmorgen im Rahdener Bahnhof. Foto: Bianca Meyer

Rahden/Bielefeld (WB). Nachdem bei der Eurobahn bereits Donnerstagmorgen gestreikt wurde, hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG am Nachmittag zum zweiten Streik des Tages aufgerufen.

Nach Informationen des Eisenbahnunternehmens Keolis hat die Gewerkschaft EVG zum zweiten Warnstreik des Tages aufrufen. Dieser ist von 14 bis 18 Uhr am Standort Hamm geplant.

Von diesem Warnstreik betroffen sein können die Linien RE 3 (Düsseldorf-Hamm), RE 13 (Düsseldorf-Hamm-Venlo), RB 69 (Münster-Bielefeld) und RB 89 (Münster-Hamm-Warburg).

Störungen im Berufsverkehr am Vormittag

Schon am Donnerstagvormittag hatte ein Warnstreik bei Eurobahn für Störungen im Berufsverkehr gesorgt. Seit dem Streikbeginn in den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Züge sind ausgefallen, die Auswirkungen haben bis zum Mittag angehalten.

Elf Triebfahrzeugführer hatten sich am Streik beteiligt. Es ist zu 19 Ausfällen gekommen. Betroffen waren die Standorte Düsseldorf, Rahden, Bielefeld und Hamm sowie die Werkstatt in Hamm-Heesen. Um neun Uhr ist der Warnstreik vorerst offiziell beendet worden.

»Wir haben keine andere Wahl«

»Der Arbeitgeber sucht ganz offensichtlich die Auseinandersetzung mit der EVG und will diese auf dem Rücken der Fahrgäste austragen. Wir würden lieber verhandeln, doch im Augenblick haben wir keine andere Wahl, als zum Arbeitskampf aufzurufen«, machte EVG-Verhandlungsführer Sebastian Bitterwolf in einer Pressemitteilung deutlich.

EVG fordert 7,5 Prozent mehr Geld

Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden hatte die EVG bereits Ende März zu einem ersten Warnstreik aufgerufen . Die EVG fordert in der aktuellen Tarifauseinandersetzung 7,5 Prozent mehr Geld, einschließlich mehr vom EVG-Wahlmodell, die Einführung eines Zeitguthabenkontos sowie die Erhöhung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge.

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