Sa., 13.04.2019

Am Dienstag starten die Bauarbeiten Schloßhofstraße: Anwohner fürchten hohe Kosten

In diesem Abschnitt der Schloßhofstraße beginnen nächste Woche die Kanal- und Straßenbauarbeiten. Abgeschlossen sein sollen sie Ende kommenden Jahres.

In diesem Abschnitt der Schloßhofstraße beginnen nächste Woche die Kanal- und Straßenbauarbeiten. Abgeschlossen sein sollen sie Ende kommenden Jahres. Foto: Bernhard Pierel

Von Michael Schläger

Bielefeld  (WB). Die Anwohner der Schloßhofstraße sind sauer. Nächste Woche beginnen dort Kanal- und Straßenbauarbeiten (Gesamtkosten: 4,7 Millionen). Doch dass ihnen beträchtliche Anliegerbeiträge blühen, wird vielen erst jetzt klar.

Dirk Vahrson vom Amt für Verkehr erläuterte am Donnerstag während einer Bürgerversammlung in der Johanniskirche, dass die Hausbesitzer zwischen Voltmann- und Drögestraße mit Beiträgen bis zu 21,50 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche rechnen müssten. Im Abschnitt zwischen Dröge- und Melanchthonstraße sind es etwa 17 Euro. »Für mich wären dann 11.000 Euro fällig«, rechnete ein Anwohner vor und fand das »unverhältnismäßig viel.«

Kostenbescheide erst ab Frühjahr 2023

Die Hauseigentümer an der Schloßhofstraße verärgert, dass Grundlage für die Abrechnung sein soll, dass es sich bei ihrer Straße um eine Haupterschließungsstraße handelt. Das ist für die Anwohner teurer, als wenn sie an einer Hauptstraße wohnten. Als die gilt etwa die Voltmannstraße, die gerade fertiggestellt worden ist. Dort müssen die Anwohner geringere Beiträge entrichten. Dirk Vahrson vom Amt für Verkehr versprach, die Einstufung noch einmal überprüfen zu lassen. Ein Betroffener wurde deutlich: »Ich kann nur jedem raten, gegen solche Bescheide zu klagen.«

Kommen werden die Kostenbescheide erst ab Frühjahr 2023, nach Abschluss der Arbeiten. Außerdem überlegt das Land, das Kommunalabgabengesetz zu reformieren. Ganz abgeschafft werden sollen die Abgaben jedoch nicht.

Am kommenden Dienstag starten die Arbeiten in der Schloßhof­straße. Voll gesperrt wird die Straße im ersten Abschnitt von der Voltmann- bis zur Gerhart-Hauptmann-Straße. Der Anliegerverkehr aus einer Richtung bleibt möglich. Die Buslinien 25 und 26 werden über die Drögestraße/Am Brodhagen/Voltmannstraße umgeleitet. Am 23. April beginnen außerdem Leitungsarbeiten in der Schloßhofstraße zwischen Albert-Schweitzer- und Gerhart-Hauptmann-Straße.

Arminia muss nicht zahlen

Das gesamte Projekt soll Ende November 2020 abgeschlossen werden. Bis dahin wird es zwei weitere Bauabschnitte geben: zwischen Melanchthon- und Drögestraße von Anfang 2020 bis Mitte kommenden Jahres und dann noch einmal von der Gerhart-Hauptmann- bis zur Drögestraße ab Mitte 2020.

Mit dem, was dann entstanden sein wird, sind viele nicht einverstanden. Manchen sind die geplanten Radwege zu schmal, manche halten sie für überflüssig. Auch die Parkmöglichkeiten hält mancher für zu eingeschränkt. »Es ist ein Kompromiss«, räumte Schildesches Bezirksbürgermeister Georg-Martin Sauer (Grüne) ein.

Es sei notwendig, dass sich auf der Straße, auf der wichtige Buslinien verliefen, zwei Omnibusse begegnen können müssten. Kritisch hinerfragt wurde von den Anwohnern auch, dass die »Bar-Celona« von Anliegerbeiträgen ausgenommen sein könnte. Der DSC Arminia muss auf jeden Fall nicht zahlen, obwohl die Schloßhofstraße bei Heimspielen zum Busparkaplatz wird.

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