So., 14.04.2019

Abriss von Haus 1 des Kinderzentrums – Neubau wird konkret Bethel: Kinder-Notaufnahme und Notfallpraxis ziehen um

In den neuen Anbau von Gilead I (rechts im Bild) werden einige Abteilungen und Stationen des Kinderzentrums verlegt.

In den neuen Anbau von Gilead I (rechts im Bild) werden einige Abteilungen und Stationen des Kinderzentrums verlegt. Foto: Bernhard Pierel

Von Sabine Schulze

Bielefeld (WB). Anfang Mai beginnen Entkernung und Abriss des Altbaus des Betheler Kinderzentrums. Wichtig für Eltern: Notaufnahme und Notfallpraxis für Kinder, die Kinderradiologie sowie fünf Stationen ziehen nach den Osterferien für gut drei Jahre in den neuen Anbau (Südostflügel) von Gilead I. Der ist just für 27 Millionen Euro errichtet worden.

»Nach Jahren der Planung nimmt langsam alles Formen an«, freut sich Dr. Maren Thäter, Geschäftsführerin des Evangelischen Klinikums Bethel. Nach 42 Jahren wird Haus 1 des Kinderzentrums am Grenzweg abgerissen, dort wird ab Sommer ein Neubau für 70 Millionen Euro entstehen. Er soll Mitte 2022 bezogen werden und eines der modernsten Kinderkrankenhäuser Deutschlands sein. Haus 2 des Kinderzentrums ist davon nicht berührt.

Startschuss für den Umzug der Stationen von Haus 1 ist am 29. April, dann ziehen Notaufnahme und Notfallpraxis in das Haus Gilead I. »Der Vorteil ist, dass die Zentrale Notaufnahme für Erwachsene mit ihren diagnostischen Möglichkeiten direkt vis-a-vis liegt«, sagt Dr. Martin Möllers, Leitender Arzt der Kinderradiologie. Ebenfalls am 29. April ziehen die drei Stationen der Kinderchirurgie in das erste Obergeschoss des neuen Südostflügels um. »Die Klinik nutzt den Operationsbereich von Gilead I, zusätzlich ist ein hochmoderner OP-Saal eingerichtet worden«, sagt Thäter.

Eltern können auf der »Päppelstation« übernachten

Am 30. April sind dann die weiteren Stationen von Haus 1 des Kinderzentrums an der Reihe: Die Intensivstation, (die in das zweite Obergeschoss des Anbaus zieht) und die »Päppel-Station« für Früh- und Neugeborene, wie Thäter sagt (in das erste Untergeschoss). Die Intensivstation der »Frühchen« befindet sich bereits in Gilead I. Das Wegeleitsystem in Bethel wird am 29. und 30. April umgestellt.

Die Stationen von Haus 2 am Grenzweg (unter anderem Neuropädiatrie und Gastroenterologie, Onkologie, Diabetes, Infekterkrankungen und Allgemeinpädiatrie) bleiben von dem Umzug unberührt. »Damit die Patienten dort keine Nachteile haben, wird eine Kinderradiologie eingerichtet; so müssen sie nicht für Röntgenbilder oder Ultraschall nach Gilead I gebracht werden«, erklärt Möllers. Bislang fanden diese Untersuchungen in Haus 1 statt, das über einen Verbindungsweg zu erreichen war. Außerdem gibt es künftig für Haus 2 einen zusätzlichen Nachtdienst für Notfälle.

Mit dem Umzug in den neuen Anbau , freut sich Thäter, könne auch ein Manko behoben werden: Denn Eltern, deren Kinder auf der Intensivstation oder der »Päppelstation« behandelt werden, können künftig bei Sohn oder Tochter übernachten.

Wartezeit soll transparenter gemacht werden

Außerdem soll in der Notaufnahme für Eltern die Wartezeit transparenter gemacht werden. »Behandelt und zugewiesen wird nach Dringlichkeit, erklärt Dr. Sebastian Gaus, Leitender Arzt der Kindernotaufnahme. Eine elektronische Anzeigentafel führt (anonymisiert) auf, welcher kleine Patient welchem Bereich – etwa Notaufnahme, Sprechstunde oder geplante Aufnahme – zugeordnet ist. Das sorgt für Übersicht. Außerdem, sagt Anna-Kathrein Seeger, Pflegerische Leitung der Notaufnahme, soll es für wartende Eltern und Kinder »Buzzer«, vibrierende Summer, geben, dank derer sie sich in einem Umkreis von knapp 300 Metern auf dem Gelände bewegen können. Sie vibrieren, wenn man an der Reihe ist.

Bereits jetzt ist in den Südostflügel die internistische Intensivstation für Erwachsene gezogen (in deren Trakt nun Kindernotaufnahme und -notfallpraxis ziehen). In drei Jahren, wenn das Kinderzentrum fertiggestellt ist und alle Kinderstationen erneut an den Grenzweg ziehen, wird der neue Flügel von den Kliniken von Gilead I genutzt.

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