Di., 16.04.2019

Auch Handelsverband bezieht Position – Kunz fordert »gemeinsame Lösung« - mit Video Streit um Werbeaufsteller geht weiter

Die Werbeaufsteller müssen direkt an der Hausfassade stehen.

Die Werbeaufsteller müssen direkt an der Hausfassade stehen. Foto: Bernhard Pierel

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). In den Streit um die Werbeaufsteller in der Altstadt hat sich auch der Handelsverband OWL eingeschaltet. Hauptgeschäftsführer Thomas Kunz fordert von der Stadtverwaltung mehr Fingerspitzengefühl.

Auch er sprach sich dafür aus, die Sondernutzungssatzung zu ändern. »Die Kaufleute sind auf die Werbeaufsteller angewiesen«, sagt er im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Wenn die Geschäftsleute jetzt auf Aufforderung der Verwaltung die Kundenstopper nur noch direkt an der Hausfassade aufstellen dürfen, bleibe die erhoffte Wirkung auf die Passanten aus, meint er. Kunz kritisiert zudem, dass in kurzer Zeit mehrere Bußgeldverfahren gegen Kaufleute eingeleitet worden sein. »So dringend kann es nicht sein«, meint er.

Kaufleute sprechen mit Beigeordnetem

Auch der Handelsverband sei wegen des Themas in Gesprächen mit der Stadt. Kunz begrüßt, dass Beigeordneter Gregor Moss in dieser Woche ein Gespräch mit der Kaufmannschaft Altstadt führen will. Wichtig sei Verständnis auf beiden Seiten, betont Kunz. Denn natürlich sei klar, dass zum Beispiel die für die Orientierung Sehbehinderter wichtigen so genannten taktilen Rinnen frei bleiben müssten. »Man muss eine gemeinsame Lösung finden«, sagt Kunz. Es solle auch bedacht werden, dass der stationäre Handel schon mit genügend Herausforderungen zu kämpfen habe.

Wie exklusiv berichtet, fordert die Kaufmannschaft Altstadt bei Werbeaufstellern mehr Freiheiten und eine Änderung der Sondernutzungssatzung. Die Kaufleute, gegen die ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde, hatten ihre Kundenstopper zu weit entfernt von der Hausfassade abgestellt. Ihnen drohen Geldbußen in Höhe von 350 Euro.

Das Amt für Verkehr beruft sich auf die Sondernutzungssatzung und die Pflicht, die Vorgaben auch regelmäßig zu überprüfen. Schließlich müsse die Verkehrssicherheit gewährleistet sein und Rettungswege dürften nicht versperrt sein, heißt es. Zudem orientierten sich Sehbehinderte an den taktilen Rinnen, die immer frei bleiben müssten.

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