Sa., 20.04.2019

Imposanter Behelfsbau ersetzt bis Ende 2021 die Unterführung Brücke am Brackweder Bahnhof führt ab Mitte Mai zum Gleis

Die Brücke aus Stahl und Holz führt über vier Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen am Brackweder Bahnhof.

Die Brücke aus Stahl und Holz führt über vier Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen am Brackweder Bahnhof. Foto: Markus Poch

Von Peter Bollig

Brackwede (WB). Statt durch die Unterführung geht es in Kürze über eine provisorische Brücke zu den Gleisen am Brackweder Bahnhof. Mitte Mai soll das weithin sichtbare Brückenbauwerk den Betrieb aufnehmen.

Die Holzplatten auf der Kon­struktion aus Stahlstützen glänzen goldgelb im Licht und fallen seit einigen Tagen selbst den auf dem Ostwestfalendamm vorbeifahrenden Autofahrern schon von weitem auf. Vor allem die vier langen Treppen mit jeweils gut 50 Stufen machen die rund sieben Meter hohe Behelfsbrücke zu einem großen Bauwerk. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilt, soll die Brücke für Fußgänger Mitte Mai freigegeben werden, sobald die Beleuchtung installiert ist und die letzten Arbeiten an der Brücke erledigt sind.

Bahnsteige, Treppenanlagen und Unterführung werden erneuert

Dann kann im Zuge der im März gestarteten Bauarbeiten am Brackweder Bahnhof auch die Unterführung gesperrt werden, die bislang zu den Bahnsteigen führt. Wie mehrfach berichtet, werden in dem 17-Millionen-Euro-Projekt die Bahnsteige, die Treppenanlagen und auch die Unterführung samt der hinabführenden Rampe erneuert. Außerdem werden die Bahnsteige nach dem Umbau mit Aufzügen erreichbar sein. Deren Einbau und die Erhöhung der Bahnsteige gewährleisten dann einen barrierefreien Zugang zu den Zügen.

Sobald die Brücke fertig ist, beginnen die Arbeiten an Bahnsteig 1 (rechts). Ziel der Maßnahme ist die Barrierefreiheit des Bahnhofs. Foto: Markus Poch

Sobald die Brücke fertiggestellt ist, beginnen dem Bahnsprecher zufolge die Arbeiten am Bahnsteig 1. Bis zum Ende der gesamten Maßnahme voraussichtlich Ende 2021 wird die Behelfsbrücke benötigt und laut Bahnsprecher bis dahin in Betrieb bleiben. Der Knackpunkt: Die Brücke endet an Gleis sechs und führt nicht bis auf die dahinterliegende Straße Zu den Lutterquelle und zur Unterführung unter den OWD. Damit entfällt die direkte Verbindung zwischen den Ortsteilen Quelle und Brackwede, die bislang durch die Unterführungen unter den Gleisen und dem OWD gewährleistet war.

Fußgänger und Radfahrer müssen einen bis zu 1,5 Kilometer langen Umweg über die Osnabrücker Straße, Gütersloher Straße und Eisenbahnstraße in Kauf nehmen. Die andernfalls notwendige Verlängerung der Brücke hätte die Stadt 200.000 Euro gekostet. Zudem wäre der Termin für den Baubeginn aufgrund der Planungszeit und erforderlichen Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt nicht hätte gehalten werden können.

Fahrgäste mit Mobilitätsbeschränkung sollen Hauptbahnhof nutzen

Dass die Treppenaufgänge der Behelfsbrücke für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Problem darstellen, sieht auch die Deutsche Bahn. Deren Sprecher weist allerdings daraufhin, dass der Brackweder Bahnhof auch bisher nicht barrierefrei ist und die Bauarbeiten ja gerade auf die Barrierefreiheit abzielen. Fahrgästen mit Mobilitätseinschränkung empfiehlt die Bahn, möglichst den Hauptbahnhof zu nutzen. Ansonsten gibt es Informationen und Hilfe bei der Reiseplanung unter der Hotline der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ): Telefon 01806/512512 oder per E-Mail an msz@deutschebahn.com.

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