Sa., 20.04.2019

Bilanz zu »Car-Freitag«: Kein Tuning-Treffen in Bielefeld 75 km/h zu schnell: Polizei nimmt Raser ins Visier

Symbolbild: Bochum: Eine Polizistin kontrolliert die Reifen bei einem getunten Auto.

Symbolbild: Bochum: Eine Polizistin kontrolliert die Reifen bei einem getunten Auto. Foto: dpa

Bielefeld/Paderborn/Gütersloh/Düsseldorf (WB/dpa). Die Sondereinsätze der nordrhein-westfälischen Polizei gegen die Raser-Szene am sogenannten »Car-Freitag« zeigen Wirkung: In diesem Jahr wurden keine größeren Zwischenfälle bekannt. Die Polizeidienstellen zwischen Rhein und Weser hatten keine illegalen Autorennen oder Verletzte in Zusammenhang mit dem traditionellen Auftakt der Tuning-Saison zu vermelden.

Die Polizei machte am Freitag allerdings ordentlich »Beifang«: Die Polizei Bielefeld hat etwa Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. »Während der Einsatzzeit konnten keine Tuningtreffen oder Rennen im Stadtgebiet festgestellt werden«, hieß es am Samstag von der Polizei. Trotzdem fielen den eingesetzten Beamten 26 technisch veränderte Fahrzeuge auf, wovon zwölf dieser Fahrzeuge anschließend bei einer Prüforganisation untersucht wurden.

Bei den durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen wurden von Stadt und Polizei insgesamt 195 Verstöße festgestellt. Es werden 24 Bußgeldverfahren eingeleitet. Trauriger Spitzenreiter war ein Bielefelder Autofahrer: Er war auf der Detmolder Straße mit 135 km/h bei zulässigen 60 km/h gemessen worden.

Ruhe in Paderborn

In Paderborn verlief indes alles ruhig. Auch dort hatte die Polizei sich gewappnet: »Wir finden nicht ein einziges Tunigfahrzeug«, hieß es von Seiten der Polizei. Die Stadt hatte Treffen von aufgerüsteten Autos vorsorglich verboten.

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen verstärkt Kontrollen durchgeführt und dabei zusätzliches Personal eingesetzt. Zunächst habe es aber keine Einsätze wegen Auffälligkeiten gegeben, meldeten die Leitstellen in Köln, Düsseldorf und Dortmund.

In Wuppertal habe die Szene ihr Treffen auf den Ostersonntag verlegt, sagte ein Polizeisprecher. »Bei rücksichtslosem Verhalten im Straßenverkehr zeigt die Polizei Null Toleranz«, hatte das Innenministeriums in Düsseldorf zuvor mitgeteilt. Das gelte insbesondere, weil immer mehr illegale Rennen mit hochmotorisierten Fahrzeugen registriert würden.

Am »Car-Freitag«, benannt nach dem kirchlichen Karfreitag, trifft sich immer wieder die Tuner-Szene. In der Vergangenheit kam es an dem Tag auch zu illegalen Autorennen.

Verwarngeld in Gütersloh

Im Kreisgebiet Gütersloh versammelten sich an den bekannten Treffpunkten jeweils mehrere Dutzend Fans hochmotorisierter Fahrzeuge. Dabei wurden aber nur vier Verwarngelder fällig. Die meisten Poser hielten sich an die Spielregeln, wie die Polizei berichtete: »Eine große Anzahl der Tuner nutzten das schöne Wetter, um ihre Fahrzeuge unter Beachtung der Verkehrsvorschriften vorzuführen.«

Auch das Polizeipräsidium Recklinghausen bilanzierte: »Der größte Teil der Tunerszene betreibt legales Tuning. Wir wollen die erwischen, die aufgrund illegalen Tunings oder Raserei die Sicherheit auf unseren Straßen gefährden.« Deswegen würden die Kontrollen konsequent fortgesetzt, unterstrich Einsatzleiter Josef Vollmer.

 

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