Di., 30.04.2019

Sanierungs-Projekt nimmt rund Jahre in Anspruch – zwei Ausstellungen in Vorbereitung Kunsthalle: Konzept steht Ende 2020

Die Kunsthalle soll saniert werden.

Die Kunsthalle soll saniert werden. Foto: Bernhard Pierel/Archiv

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Ende 2020 soll das Konzept für die Sanierung der Kunsthalle stehen. »Das wird konzeptionell im engen Austausch mit dem künftigen Kunsthallen-Leiter besprochen,« sagt Baudezernent Gregor Moss. Im kommenden Jahr sollten aber schon »vertiefende Untersuchungen« durchgeführt werden, um den baulichen Zustand des mehr als 50 Jahre alten Bauwerkes besser kennenzulernen. Diese Untersuchungen würden etwa fünf bis sechs Monate dauern.

Die Kunsthalle selbst bereitet zwei Ausstellungen vor, die bis ins Jahr 2020 hinein reichen beziehungsweise dann eröffnet werden: eine Skulpturen-Ausstellung, die von November 2019 bis März 2020 zu sehen sein soll, und eine Ausstellung mit Arbeiten des Malers Antonius Höckelmann (1937-2000).

Nach deren Ende, so der Plan, könnten dann die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen. Moss nennt als Dauer 48 Monate. Insgesamt werde das Projekt mit Vorbereitung, Erteilung der Baugenehmigung, Vergabeverfahren aber wohl fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die eigentliche Bauzeit werde auf 18 Monate geschätzt. Wie lange die Kunsthalle geschlossen bleiben müsste, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Zu den möglichen Sanierungskosten könne man keine Angaben machen, so Moss. Es liege nur eine vorläufige Schätzung aus dem Jahr 2014 vor. Damals hatte der städtische Immobilienservicebetrieb (ISB) ein Gutachten in Auftrag gegeben, das dringenden Sanierungsbedarf bei Gebäudetechnik, Dachkonstruktion, Fenstern und Türen, Brandschutz und Fassade ergeben habe. Das Gutachten hatte als Kostenschätzung zehn Millionen Euro angegeben.

Vergabe an externe Unternehmen

Moss sagt, es sei möglich, Fördermittel für die Kunsthalle zu bekommen, die unter Denkmalschutz steht. »Sie ist ein herausragendes Gebäude.« So lege der Bund ein Förderprogramm speziell für Bauwerke mit regionaler Bedeutung auf.

Gregor Moss betont, ihm sei es wichtig, dass im Depot der Kunsthalle in Zukunft keine Werke aus der Sammlung mehr gelagert würden. Das Magazin sei ohnehin an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gelangt. Es bestehe eine Gefährdung für die Kunstwerke, weil das Ausstellungshaus in einem überflutungsgefährdeten Gebiet stehe. Für deren sachgerechte Unterbringung müsse zeitnah eine Übergangslösung gefunden werden.

Die Sanierung der Kunsthalle würde ausgeschrieben und an externe Unternehmen vergeben. Der ISB begleite die Arbeiten. Moss sagt, er bevorzuge die Ausschreibung eines Wettbewerbes, um ein »erfahrenes Büro zu finden«.

Er stellt klar, dass es über die Sanierung hinaus keinen Auftrag gebe, über eine mögliche Erweiterung des Ausstellungshauses nachzudenken. Moss: »Nach Abschluss der Arbeiten wird die Kunsthalle nach ihrer Wiedereröffnung optisch genauso aussehen wie heute.«

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