Do., 16.05.2019

LKW verliert neun Tonnen schwere Ladung am Bielefelder Berg – mit Video Teleskoplader stürzt auf die Autobahn

Die neun Tonnen schwere Baumaschine ist auf der A 2 von einem LKW-Anhänger gestürzt.

Die neun Tonnen schwere Baumaschine ist auf der A 2 von einem LKW-Anhänger gestürzt. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/cm). In Fahrtrichtung Dortmund ist auf der A 2 eine neun Tonnen schwere Baumaschine von einem LKW-Anhänger gestürzt. Der Unfall ohne Verletzte ereignete sich um etwa 13.45 auf der Abfahrt des Bielefelder Berges hinter der Unterführung Lämershagener Straße. Der blockierte rechte Fahrstreifen sorgte für 10 Kilometer Stau bis zur Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe.

In ihrer fünf Tonnen schweren Zugmaschine in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs, bemerkten der Fahrer (35) und sein Beifahrer (24) aus dem Osnabrücker Landkreis, wie der Anhänger, beladen mit einem Teleskoplader , aufschaukelte. Das Gespann beschleunigte und schlingerte über den rechten und mittleren Fahrstreifen, bis die tonnenschwere Baumaschine auf die Fahrbahn krachte, über den Asphalt kratzte und am rechten Fahrbahnrand zum Stehen kam. Ihr Gespann konnten sie etwa 100 Meter weiter zum Stehen bringen. Die Insassen blieben unverletzt, Baumaschine, Anhänger und Fahrbahn erlitten erheblichen Schaden.

Autobahnpolizisten sperrten einen Fahrstreifen für die Unfallaufnahme und bestellten einen Bergungsunternehmer aus Rheda-Wiedenbrück. Mit einem Autokran sollte die tonnenschwere Ladung wiederaufgerichtet und abtransportiert werden. Die Autobahnpolizisten ermittelten gleich mehrere Ursachen, die zu dem Unfall führen konnten, wie ein Sprecher mitteilte. »Wir ermitteln noch anhand der Fahrzeugpapiere, ob das Gespann insgesamt überladen war. Bei der Ankunft sah es bereits so aus, als wäre das Gespann vorne zu leicht und hinten zu schwer. Alte, verschlissene und vermutlich zu wenige Gurte sind nur ein Punkt. Erschwerend zur mangelhaften Ladungssicherung kam hinzu, dass die Fahrbahn an dieser Stelle ein Gefälle aufweist, die Geschwindigkeit nicht angepasst war und der Anhänger aufschaukelte.«

Die Gurte gaben schließlich nach. Über mehrere Meter schliff das Fahrzeug über den Asphalt und hinterließ deutliche Spuren. Die Ausbesserung wird teuer, wie Holger Krause von der Autobahnmeisterei Herford, der mit der Absicherung der Unfallstelle beauftragt war, auf Anfrage äußerte. »Das kostet schnell 20.000 Euro. Wir müssen Nachtbaustellen einrichten und nach Ausbesserung einige Tage später erneut anrücken, um die Asphaltarbeiten zu kontrollieren. Erst einmal wird der Fahrbahnschaden nur provisorisch saniert.«

Insgesamt schätzten die Autobahnpolizisten den Sachschaden laut ersten Erkenntnissen auf 80.000 Euro. Etwa 50.000 Euro Sachschaden erlitt die Baumaschine. In einer Werkstatt muss geklärt werden, ob sie repariert werden kann. Wie lange die Fahrstreifensperrung anhält, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6617519?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F