Mi., 22.05.2019

Zeugen melden der Polizei ein vermeintliches Fahrzeugrennen – Ferrari demoliert Ferrari demoliert: Unfallserie unter Drogenkonsum

An der Gütersloh Straße überschlug sich der Mercedesfahrer und krachte zum Schluss seiner Drogenfahrt vor einen geparkten VW Polo.

An der Gütersloh Straße überschlug sich der Mercedesfahrer und krachte zum Schluss seiner Drogenfahrt vor einen geparkten VW Polo. Foto: Polizei Bielefeld

Bielefeld (WB/hz). Sieben beschädigte Autos, davon vier Totalschäden: Gleich eine ganze Unfallserie hat ein Autofahrer Polizeiangaben zufolge am Mittwochvormittag im Bielefelder Süden verursacht. Der unter Drogen stehende 59-Jährige soll mit seinem weder zugelassenen noch versicherten Mercedes-Coupé mindestens 100.000 Euro Schaden verursacht haben.

Der Unfallfahrer, ein 59-jähriger Bielefelder, sei gegen 9.30 Uhr mit einem Mercedes CLK-Coupé den Stadtring zunächst in Richtung stadtauswärts gefahren, berichtete Polizeisprecherin Hella Christoph. An der Kreuzung Berliner Straße habe der Coupé-Fahrer auf dem linken Fahrstreifen einen von der Berliner Straße nach rechts abbiegenden AMG-Mercedessportwagen eines 37-jährigen Bielefelders gerammt.

Der 59-Jährige sei mit seinem Auto plötzlich vor dem AMG eingeschert. Dabei kam laut Polizei zu einem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Die zwei Fahrer hätten zunächst angehalten und kurz miteinander gesprochen. »Der Unfallfahrer sagte, dass er seinen Fahrzeugschein holen wolle, ging zum CLK, stieg ein und flüchtet mit dem Mercedes stadtauswärts«, sagte Polizeisprecherin Christoph. Der AMG-Fahrer sei ebenfalls in sein ramponiertes Auto gesprungen, habe die Verfolgung aufgenommen, das Coupé des Flüchtenden aber noch auf dem Stadtring aus den Augen verloren.

»Wenig später meldeten Zeugen der Polizei von der Straße Am Preßwerk ein vermeintliches Fahrzeugrennen«, kommentierte die Polizeisprecherin das weitere Geschehen. Ein 39-jähriger Bielefelder habe mit seinem Golf GTI den 59-jährigen im Mercedes verfolgt. Dieser hatte Polizeiangaben zufolge inzwischen Unfall Nummer zwei verursacht und einen am Fahrbahnrand geparkten Skoda auf einen VW Touran und ein Ferrari geschoben. Polizeisprecherin Christoph: »Wieder flüchtete der Daimler-Fahrer. Der GTI-Fahrer nahm die Verfolgung auf.«

Von der Straße Am Preßwerk sei es auf die Gütersloher Straße in Richtung stadtauswärts gegangen. »In Höhe der Osnabrücker Straße touchierte der Mercedes einen geparkten Audi A3, fuhr weiter über den Grünstreifen und stieß gegen einen Bordstein. Der Wagen schleuderte in die Hecke, überschlug sich und schlug beim Aufkommen gegen einen dort geparkten VW Polo«, berichtete die Polizeisprecherin vom Ende der Unfallfahrt. Der 59-Jährige sei aus dem Wrack des Mercedes ausgestiegen und, vom GTI-Fahrer weiter verfolgt, zu Fuß geflüchtet. Im Bereich Gütersloher Straße/Cherusker Straße nahmen Polizisten den Unfallfahrer schließlich fest.

Die Polizeibilanz der Drogenfahrt durch Brackwede: An dem Daimler CLK und drei geparkten Autos –Audi A3, Skoda und VW Polo – entstanden jeweils Totalschäden in einer Gesamthöhe von mindestens 100.000 Euro. Ein Drogentest bei dem Daimler-Fahrer verlief positiv. Sein Wagen war weder zugelassen noch versichert und er besaß keinen Führerschein.

Gegen den 59-jährigen Unfallfahrer laufen inzwischen eine ganz Reihe von Strafverfahren. Polizeisprecherin Hella Christoph: »Gegen den Mercedes-Fahrer wird wegen Unfallflucht, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz sowie wegen Fahrens unter Drogeneinfluss ermittelt.«

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