Do., 13.06.2019

Motiv sollen psychische Probleme gewesen sein Polizist (43) tötet Mutter und dann sich selbst

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Bielefeld (WB/ca/dpa). Ein 43-Jähriger Polizeibeamter hat in Bielefeld mit einem Messer erst seine Mutter und dann sich selbst getötet.

Das Motiv sei in der psychischen Erkrankung des Mannes begründet, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Polizisten hatten die Leichen am Dienstag mit tödlichen Schnittverletzungen in einer Wohnung in Bielefeld-Hillegossen gefunden, wie das WESTFALEN-BLATT am Mittwoch berichtet hatte.

Polizeibehörde Münster mit Ermittlungen beauftragt

Angehörige hatten die Polizei verständigt, da sie den 43-jährigen Mann und seine 81-jährige Mutter nicht mehr erreichen konnten. Der Tote war Polizeibeamter am Polizeipräsidium Bielefeld. Aus Gründen der Neutralität wurde deshalb die Polizeibehörde Münster mit den Ermittlungen beauftragt und dort eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll eingerichtet.

»Die Spurensuche und -sicherung am Tatort sowie die Ermittlungen im Umfeld und die Obduktion ergaben, dass der 43-Jährige zunächst seine Mutter und anschließend sich selbst tödliche Schnittverletzungen zugefügt hatte«, erläuterte Poll.

Motiv in psychischer Erkrankung begründet

»Todesursächlich waren die Schnittverletzungen. Das Motiv ist in der psychischen Erkrankung des 43-Jährigen begründet«, erklärte Staatsanwalt Christoph Mackel von der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Hilfe

Nur wegen der besonderen Umstände berichtet das WESTFALEN-BLATT in diesem Fall über einen Suizid. Wenn Sie sich auch in einer aussichtslosen Lage sehen, bekommen Sie Hilfe unter der Gratisnummer 0800-1110111.

Angeblich soll der Beamte bereits seit einiger Zeit psychisch auffällig gewesen und deshalb zuletzt auch nicht mehr im Dienst gewesen sein. Nach unbestätigten Informationen musste er wegen der Erkrankung auch seine Dienstwaffe abgeben. Das NRW-Innenministerium wurde über die Tat informiert.

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