Fr., 14.06.2019

Erste Untersuchung der jungen Wölfe in Olderdissen – Es sind zwei Mädels und ein Junge Putzmuntere Racker

Tierpflegerin Andrea Günnemann (links) und Tierärztin Katharina Stork knöpften sich die drei pelzigen Racker erstmals vor. Sie einzufangen, klappte leichter als gedacht.

Tierpflegerin Andrea Günnemann (links) und Tierärztin Katharina Stork knöpften sich die drei pelzigen Racker erstmals vor. Sie einzufangen, klappte leichter als gedacht. Foto: Tierpark Olderdissen

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld (WB). Seit Anfang Mai umsorgen die Eltern Rieke und Aik die drei kleinen Wolfsbabys, die Mama Rieke im Tierpark Olderdissen zur Welt gebracht hat. Am Donnerstag hatte das Trio seinen ersten Tierarzt-Termin, bei dem auch das Geschlecht der Jungtiere bestimmt wurde. Es sind zwei Mädels und ein Junge.

Und alle drei sind »gesund und quietschfidel«, sagte Chef-Tierpfleger Markus Hinker erleichtert nach der Untersuchung. Erleichtert, weil es den Jungtieren gut geht, und weil die Untersuchung selbst reibungslos abgelaufen ist.

Denn allein, die drei pelzigen Racker einzufangen, ist keine leichte Aufgabe. Um sie so wenig wie möglich aufzuschrecken, hatte Revierpflegerin Andrea Günnemann wie an jedem Morgen ihre Runde mit der Schubkarre durch das Gehege gedreht, um Kot aufzusammeln und den Zaun zu prüfen – und dabei auch unauffällig ausgespäht, in welcher Erdhöhle die Jungtiere lagen. »So konnten wir sie gut packen und in eine Transportbox setzten«, erklärt Hinker.

Der Gesundheitscheck

Nach dem sie so »dingfest« gemacht worden waren, knöpfte sich Tierärztin Katharina Stork die jungen Wölfe vor. Bei dem Gesundheitscheck untersuchte sie unter anderem Zähne, Ohren, Augen und Pfoten, hörte Herz und Lunge ab. Und dabei habe sie keine Probleme festgestellt, so Markus Hinker.

Etwa fünf bis sechs, Kilogramm wiegen die kleine Wölfe, die am 7. Mai zur Welt gekommen waren, schon, schätzt der Chef-Tierpfleger. Noch werden sie von Mutter Rieke gesäugt, demnächst werden die Eltern beginnen, sie mit vorgekauten Fleisch zu füttern.

Außerdem verpasste Katharina Stork den Jungtieren am Donnerstag rein vorsorglich eine Wurmkur und per Spritze einen Mikrochip in die Nackenfalte. Die darauf gespeichert Daten sind für die Wölfe so etwas wie ein Personalausweis.

Namen haben die Wolfsbabys bislang noch keine

Dies sei die Voraussetzung, um die Tiere an einen anderen Tierpark abgegeben zu können, was nach wie vor das Ziel sei, wie Markus Hinker erläuterte. Eine weitere Untersuchung ist nicht geplant. Denn die jungen Wölfe seien von Tag zu Tag schwerer einzufangen, »und dann renne ich mit dem Kescher durchs Gehege, während die Wölfe ihren Spaß haben«, sagt Markus Hinker lachend.

Auch nach der ersten Untersuchung sei am Donnerstag alles glatt gelaufen, berichtet Hinker. Die Eltern und die beiden im Vorjahr geborenen Geschwister Ylvi und Bjelle hätten die Kleinen anschließend beschnuppert und sofort wieder in das Rudel aufgenommen.

Namen haben die Wolfsbabys bislang noch keine. Die sollen erneut in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke-Stiftung gesucht werden, die Hauptsponsor des Olderdisser Wolfsgeheges ist.

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