Fr., 14.06.2019

Einvernehmliches Demo-Finale – Verkehr zeitweise lahm gelegt - mit Video Wasser für erhitzte Aktivisten

Britta Haßelmann (MdB, rechts) steltt sich den rund 150 »Friday for Future«-Demonstranten vor dem Grünen-Büro.

Britta Haßelmann (MdB, rechts) steltt sich den rund 150 »Friday for Future«-Demonstranten vor dem Grünen-Büro. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/bp). Für die Grünen war es eine Art Heimspiel, aber auch bei der CDU kam man auf einen Nenner: Nach Polizeiangaben rund 150 Aktivisten von »Parents for Future« und »Friday for Future« forderten zunächst von den Grünen an deren Geschäftsstelle »aktives Handeln gegen Klimazerstörung« ein.

Dort wurden sie unter anderem von Bundestagsabgeordneter Britta Haßelmann empfangen, die etwa auf die Frage, welches persönliche Opfer sie zu Gunsten der Klimarettung bereit wäre zu leisten, sagte: »Zuerst müssen wir die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke vom Netz nehmen. Im Vergleich zu der Klimabelastung, die die verursachen, ist klimafreundliche Lebensweise zwar wichtig, fällt in Relation aber kaum ins Gewicht.«

Mit Schildern wie »Euer Zögern zerstört meine Zukunft« und »Die Erde brennt, ihr pennt« zogen die Klima-Demonstranten zur CDU-Geschäftsstelle an der Turnerstraße, sperrten dort den Eingang mit Bändern ab, um den »Tatort Klimazerstörung« zu markieren. Auch die »Spurensicherung« war vor Ort.

Bürgermeister Andreas Rüther sagt den Aktivisten, als sie Fragen nach der Bedeutung von schwer nachvollziehbaren Abkürzungen aus dem Umweltbereich stellten: »Ich lasse mich nicht verhören.« Erstaunen bei den Demonstranten, die etwa eine Stunde Auto- und Busverkehr in der Turnerstraße unmöglich machten: Als Rüther ihnen sagte, er arbeite ehrenamtlich als Politiker, Politik sei nicht sein Beruf. Ergebnis der Debatte: Trinkwasser von der CDU für die erhitzten Aktivisten, Einigkeit darüber, dass man gemeinsam eine Veranstaltung machen wolle und Beifall für Rüthers Vorschlag: »Engagiert auch in politischen Parteien!« Zur SPD zogen die Aktivisten nicht: Sie räumten der Partei eine »Schonfrist« bis nach den Ferien ein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6690275?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F