Mi., 19.06.2019

Staatsanwaltschaft legt Revision gegen das Urteil des Landgerichtes Bielefeld ein Brennende Frau: Freispruch nicht rechtskräftig

Das Landgericht Bielefeld.

Das Landgericht Bielefeld. Foto: Rajkumar Mukherjee

Bielefeld (WB/hz). Der Fall der bei einem Brand verletzten dreifachen Mutter (34) aus Bielefeld ist für die Justiz noch nicht erledigt.

Nachdem, wie berichtet , das Landgericht Bielefeld vor einer Woche den Ex-Freund (28) vom Vorwurf einer Eifersuchtstat freigesprochen hatte, hat die Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Das bestätigte der ermittelnde Staatsanwalt Christopher York. Sollte der BGH dem Ansinnen der Staatsanwaltschaft folgen, würde der Fall vor dem Landgericht Bielefeld neu verhandelt.

Die Anklagebehörde sah nach wochenlanger Beweisaufnahme vor dem Landgericht die Schuld des Ex-Freundes als erwiesen an und forderte 13 Jahre Haft für den Kenianer. Das Gericht meinte dagegen, dass dem 28-Jährigen der Brandanschlag nicht nachzuweisen ist. Der Mann wurde freigesprochen, die verbrannte Frau muss ihre Kosten für die Nebenklage im Prozess bezahlen.

Im Zuge des Freispruchs hob das Landgericht den Haftbefehl gegen den 28-Jährigen auf. Dennoch sitzt der wegen Drogendelikten und Diebstählen vorbestrafte Mann bis zum Jahresende weiter hinter Gittern wegen vorangegangener Taten, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

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