Sa., 29.06.2019

Traditionszirkus Krone präsentiert in Bielefeld eine Wunderwelt aus Magie, Zauber und Liebe Mandana ist berauschend anders

Luft anhalten: Sieben Menschen auf einem Hochseil als Pyramide formiert sind wohl nur bei Krone unterwegs.

Luft anhalten: Sieben Menschen auf einem Hochseil als Pyramide formiert sind wohl nur bei Krone unterwegs. Foto: Thomas F. Starke

Von Michael Diekmann

Bielefeld (WB). Programmzirkus war gestern. Mandana ist anders. Mandana ist Cirkuskunst, das Verschmelzen von Bildern, Musik und Bildern zu einem Krone-Gesamtkunstwerk. Bis Montag gastieren die Münchner mit ihrem Programm an der Radrennbahn.

Das größte reisende Zirkuszelt der Welt bietet Platz für 3000 Zuschauer, aber auch für einzigartige Momente. Die Show heißt »Mandana«, wie der zweite Vorname von Krone-Chefin Jana Mandana Lacey-Krone. Ihre Leidenschaft sind die Pferde, ihr Mann Martin Lacey jr. ist seit Jahren mit Löwen und Tigern erfolgreich, hat sich als bislang einziger in Monte Carlo einen »Goldenen Clown« für die Arbeit mit Raubtieren verdient.

Wie ein Traum

Die optimale Basis, um um das Paar unter der Zirkuskuppel eine märchenhafte Geschichte mit Weltklasse-Artisten zu entwerfen. Tatsächlich mutet die Show an wie ein Traum. Der Übergang von Weltklasse-Akrobaten zu Slapstick, von Dressur zu Hochseilarbeit passiert fließend, fesselt den Besucher, reißt ihn mit zwischen Manege und Kuppel. Zumal das Zelt ohnehin wie eine riesige Traumwelt aus den Zwanziger Jahren anmutet. Von damals inspiriert ist auch das goldene Löwenportal in die Manege.

Der Zirkus der Superlative, vor vier Jahren zuletzt in Bielefeld, hat sich mit Mandana völlig neu aufgestellt. Der ungarische Art-Direktor Bence Vági hat ganze Arbeit geleistet. Und die Artisten sind Weltklasse. Niemand kann sich verbiegen wie Aleksadr Batuev. Und sieben Leute auf zwei Fahrrädern auf dem Hochseil sah man auch noch nicht. Dazu noch Pferde und Löwen, Krones Fundament von jeher.

Die Zelte gibt es doppelt

Und der Zirkus ist 114 Jahre alt. Der Kronebau in München ist seit 100 Jahren das Herz, die sieben Monate auf Tour sind der Puls. Dann sind 200 Menschen, 100 Tiere und 260 Wagen für Wohnen, Packen und Geräte unterwegs. Pferde, Zebras, Lamas und Kamele genießen ganz besondere Sorgfalt.

Wenn sie von Bielefeld nach Lüneburg reisen, sind ihre Zelte bereits perfekt vorbereitet am Ort. Es gibt sie doppelt, erklärt Sprecher An­dreas Kielbassa. Nur, weil es auch die Hauptmasten des Riesenzeltes doppelt gibt, lässt sich ein enger Reiseplan einhalten. Und der Betrieb ist völlig autark. Kielbassa: »Wir benötigen nur Wasser und Publikum.« Das kann bis Montag, 16 Uhr, kommen und staunen.

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