Rund 600 Besucher erleben Premiere von »Picknick trifft Musik« im Brackweder Naturbad
Rock und Pop auf der Liegewiese

Bielefeld (WB). Rock- und Pop-Klänge wehen über die Liegewiese des Brackweder Naturbades statt getragener Klassik-Melodien. Und nicht das andächtige Lauschen steht im Mittelpunkt dieser neuen Veranstaltung, vielmehr plaudern die Besucher, verbringen gesellige Stunden miteinander oder genießen die Musik auf der Tanzfläche.

Montag, 01.07.2019, 03:00 Uhr
Von ihren Plätzen aus genießen die Besucher im Naturbad ganz entspannt die Musik der Band Touch of Sound. Foto: Peter Bollig
Von ihren Plätzen aus genießen die Besucher im Naturbad ganz entspannt die Musik der Band Touch of Sound. Foto: Peter Bollig

Und so haben die Macher von »Picknick trifft Musik« ein wesentliches Ziel erreicht: Die Nachfolgeveranstaltung zu »Picknick trifft Klassik« mit den Bielefelder Philharmonikern – 2018 nach mehreren Jahren aufgegeben – richtet sich an ein ganz anderes Publikum, will vor allem Familien erreichen – die typischen Naturbad-Besucher eben und nicht eine Gruppe von Klassikbegeisterten. Denn nur die wenigesten der bis zu 2600 Besucher von »Picknick trifft Klassik« stammten aus den Reihen der eigenen Mitglieder, stellte Martina Brand vom Vorstand des Naturbad-Fördervereins unlängst fest.

Jubiläum von fünf Freibad-Vereinen

Das ist am Samstag anders, wie Brand nach dem Vorverkauf bemerkt. Rund 200 Karten gingen vorab alleine an die Naturbad-Mitglieder, etliche weitere an die der Fördervereine der Bäder aus Gadderbaum, Dornberg, Hillegossen und Schröttinghausen, die mit »Picknick trifft Musik« gemeinsam ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

»Picknick trifft Musik« im Brackweder Naturbad

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Die Zahl der Besucher insgesamt bleibt allerdings hinter der der früheren Klassik-Reihe zurück. Etwa 600 tummeln sich auf der Liegewiese, was auch den hohen Temperaturen geschuldet sein dürfte. Und so suchen die Gäste vor allem den Randbereich im Schatten der Bäume, um Picknickdecken auszurollen, Klappstühle und Tische aufzustellen.

Das Duo Fluz, das mit Violoncello und Piano und seinen filmmusikartigen Kompositionen ab 19 Uhr den Auftakt bestreitet, muss im sonnigen Bereich vor der Bühne noch ohne Publikum auskommen. Erst die Band Touch of Sound mit Sängerin Ina Kohbus (»Das ist komisch, Ihr seid alle so weit weg«) kann die Sonnenbrillen ablegen und die ersten Besucher auf den inzwischen beschatteten Tanzboden vor der Bühne locken. Bis dahin scheint die Musik eher Beiwerk, sind die Besucher in Gespräche vertieft, während Kinder auf dem Volleyballfeld und dem Rasen spielen.

Richtig voll wird es auf der Tanzfläche, als die Partyband Graffiti mit Bianca Schomburg von 21.30 Uhr an das Finale bis Mitternacht stemmt. Die Rock- und Pop-Musik der 80er und 90er trifft sichtlich den Geschmack der Besucher.

Einzig das Picknick-Konzept ist von der Klassik-Reihe übrig geblieben. So bringen die Besucher mit, was am Abend aus der Kühlbox auf den provisorischen Tisch – oder eben die Decke – kommen soll: Von der Hähnchenkeule zum Salat, von Käsespießen bis Obststückchen. Andere genießen ihren Wein in einem der Strandkörbe des Naturbads. Stimmungsvoll wird es, als sich die Sonne ganz verabschiedet. Denn auch an Kerzen und kleine Lichterketten haben viele Gäste gedacht.

Wenig Zeit zur Vorbereitung

An den Picknick-Plätzen sind die Besucher von der neuen Veranstaltung sichtlich angetan. So etwa eine kleine Gruppe aus Gütersloh und Bielefeld, die es sich bei Erdbeeren, Melone und Salat mit leichter Kost gemütlich gemacht hat. Ein Wunsch bleibt ihnen indes verwehrt: »Wir wären gerne ins Wasser gegangen.« Aus Sicherheitsgründen hatten die Veranstalter die Becken allerdings abgesperrt.

Martina Brand vom Vereinsvorstand ist zufrieden mit der Premiere, hat allerdings, ebenso wie ihre Mitstreiter, eine anstrengende Stunde hinter sich. Denn die Vereinsmitglieder hatten nur diese eine Stunde Zeit, nach Ende des Schwimmbetriebs das Bad für die Konzertbesucher herzurichten.

Ob es eine Wiederholung von »Picknick trifft Musik« geben wird, ist in diesem Moment noch unklar. Man wolle erst Bilanz ziehen. Die Zusammenarbeit mit den anderen vier Fördervereinen ist eine Premiere, die Brand jedenfalls gerne wiederholen möchte.

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