Mo., 08.07.2019

Landgericht Bielefeld: Staatsanwalt plädiert erneut für lebenslange Haft für die beiden Angeklagten Prozess um Dreifachmord von Hille: Urteil am 19. Juli

Im Prozess hatten sich die Angeklagten (hier: Jörg W.) gegenseitig belastet.

Im Prozess hatten sich die Angeklagten (hier: Jörg W.) gegenseitig belastet. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Bielefeld (dpa). Im Prozess um den Dreifachmord von Hille (Kreis Minden-Lübbecke) will das Landgericht Bielefeld am 19. Juli ein Urteil verkünden. Nachdem der Vorsitzende Richter Georg Zimmermann am Montag eine Reihe von weiteren Beweisanträgen der Verteidiger abwies, gab er erneut der Staatsanwaltschaft das Wort für ihr Plädoyer. Staatsanwalt Christopher York blieb am Montag bei seiner Forderung aus dem April. Bereits damals hatte er für lebenslange Haft für die beiden Angeklagten plädiert.

Der Staatsanwalt blieb auch bei seiner Forderung der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den 25-jährigen Kevin R. und den früheren Fremdenlegionär Jörg W. (52). Bei dieser Höchststrafe wäre eine vorzeitige Haftentlassung so gut wie ausgeschlossen. Bei dem älteren der beiden Angeklagten soll das Gericht zudem die nachträgliche Sicherungsverwahrung prüfen. Im April hatte das Gericht nach weiteren Anträgen der Verteidiger erneut in die Beweisaufnahme eintreten müssen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft haben die beiden Deutschen erst einen 72 Jahre alten Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner erschlagen, um sich zu bereichern. Die drei Leichen waren im Frühjahr 2018 verscharrt auf Höfen in Hille an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden.

In dem Prozess hatten sich die Angeklagten gegenseitig belastet. Die Staatsanwaltschaft geht aber anhand der Indizien von gemeinschaftlichen Taten der Männer aus.

Die Nebenkläger schlossen sich weitestgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Am Freitag tragen die Verteidiger ihre Schlussworte vor.

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